Am 11. Januar 2025 hat sich Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, in einer kontroversen Entscheidung dazu entschieden, interne Diversitätsprogramme zu beenden. Dies geschah nur wenige Tage nach der Auflösung des Faktencheck-Programms und ist Teil einer umfassenderen Änderung der Unternehmenspolitik, die von CEO Mark Zuckerberg angekündigt wurde. Laut einem Bericht der „New York Times“ wurde allen Managern in den Büros in Silicon Valley, Texas und New York City aufgetragen, Tampons zu entfernen, die für nicht-binäre und transsexuelle Mitarbeiter gedacht waren.
Joel Kaplan, Chief Global Affairs Officer von Meta, äußerte sich zu diesen Veränderungen gegenüber „Fox News Digital“. Er erläuterte, dass das Unternehmen weiterhin daran arbeite, talentierte Mitarbeiter einzustellen, und dass dabei die individuellen Fähigkeiten und nicht geschützte Merkmale wie Rasse oder Geschlecht im Vordergrund stehen sollten. Dies ist der zentrale Gedanke hinter der Entscheidung, die Programme für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) zu beenden, sodass Teams nach den besten Talenten zusammengestellt werden können, ohne die Vorgaben von Diversitätsinitiativen zu berücksichtigen.
Beendigung der Diversitätsprogramme
In der internen Mitteilung, die am vergangenen Freitag verschickt wurde, wurde die Entscheidung zur Schließung der DEI-Programme als Reaktion auf eine sich verändernde rechtliche und politische Landschaft begründet. Maxine Williams, die bisherige Chief Diversity Officer von Meta, wird eine neue Rolle im Bereich „Barrierefreiheit und Engagement“ übernehmen. Zudem wird auch ein Programm zur Bevorzugung diversitätsorientierter Lieferanten eingestellt. Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines breiteren Trend, den viele US-Unternehmen seit der Wahl von Donald Trump verzeichnet haben, bei dem zahlreiche Firmen, darunter Walmart und Ford, ihre Diversitätsprogramme zurückfuhren.
Meta betont jedoch, dass trotz der Beendigung der DEI-Programme weiterhin Kandidaten mit unterschiedlichen Hintergründen eingestellt werden und dass die bemühungen um Vielfalt, insbesondere an US-Hochschulen, nicht gänzlich aufgegeben werden. In den letzten Jahren haben viele Unternehmen solche Programme initiiert, insbesondere nach der Black-Lives-Matter-Bewegung im Sommer 2020, die einen sozialen Wandel in der Wahrnehmung von Rassismus und Diskriminierung angestoßen hat.
Vielfalt in der Arbeitswelt
Die Diskussion um Diversität in der Arbeitswelt ist unter Experten und Unternehmen ein wichtiger aktueller Aspekt. Laut einem Bericht von Statista ermöglicht Diversität allen Menschen, ihre beruflichen Potenziale unabhängig von Geschlecht, Herkunft, körperlicher Beeinträchtigung oder sexueller Orientierung zu entfalten. In den Unternehmen wird häufig diskutiert, wie geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung und systematische Benachteiligungen zu überwinden sind, um ein inklusives Umfeld zu schaffen.
Diversity Management zielt darauf ab, die Diversität strategisch zu fördern. Verschiedene Dimensionen wie Alter, religiöse Überzeugung oder soziale Herkunft fließen in diese Programme ein. Schwerpunkte liegen auf einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis und der Inklusion von Beschäftigten mit Behinderungen oder kulturellen Hintergründen. Über 40 Prozent der Generation Z betrachten Diversität und Inklusion als entscheidende Kriterien bei der Arbeitgeberwahl, was zeigt, dass dieser Aspekt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt und sich auf deren Image und Innovationskraft auswirken kann.
Die aktuelle Entscheidung von Meta wirft eine Diskussion auf, wie Unternehmen Diversität und Inklusion zukünftig gestalten und umsetzen sollten, um den Anforderungen ihrer Mitarbeiter und der Gesellschaft gerecht zu werden.