Am 23. Januar 2025 beleuchtet Michael Wirths, Vorstand von Topio e.V., die zunehmende Problematik von Fake News und Desinformation in der digitalen Welt. Topio e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Selbstbestimmung im digitalen Raum zu fördern und bietet hierzu Seminare sowie Workshops in der Arminius-Markthalle in Berlin-Moabit an.

In den letzten zwei Jahren wurde die Veranstaltungsreihe „Fake is real – Netzwerken gegen Desinformationen“ initiiert, die eine breite Zielgruppe anspricht. Teilnehmer im Alter von 25 bis 70 Jahren, viele davon mit Skepsis gegenüber der Demokratie, nehmen an diesen Veranstaltungen teil. Die Themen zielen darauf ab, Desinformation zu erkennen und den Umgang mit digitalen Gefahren zu schulen.

Wichtigkeit der Medienkompetenz

Wirths hebt die entscheidende Rolle hervor, die Medienkompetenz spielt. Viele Teilnehmer hätten Schwierigkeiten, gefälschte Bilder zu identifizieren. Daher ist es unerlässlich, die Quellen von Informationen zu überprüfen und Faktenchecker hinzuzuziehen. „Familien sollten gemeinsam digitale Inhalte besprechen“, empfiehlt er, um ein besseres Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen zu entwickeln.

Zusätzliche Unterstützung kommt aus der empirischen Forschung, die zeigt, dass Fake News weniger verbreitet, jedoch gezielt in bestimmten Kämpfen konsumiert und geteilt werden. Ein geringes Vertrauen in politische und mediale Institutionen hat sich als ein wichtiger Faktor etabliert, der die Empfänglichkeit für solche irreführenden Informationen steigert. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Debatte rund um Fake News nach der Wahl Donald Trumps 2016 und dem Brexit-Referendum, da in sozialen Medien unzuverlässige Informationen gezielt verbreitet wurden.

Die Rolle von sozialen Medien

Wirths äußert sich skeptisch über die Entwicklungen in den USA, wo Meta die Faktenchecker abgeschafft hat. Grundsätzlich plädiert er für ein gemeinwohlorientiertes Internet, frei von Empfehlungsalgorithmen, wie es bei Plattformen wie Fediverse und Mastodon der Fall ist. Er warnt vor dem negativen Einfluss von Social Media auf die Gesellschaft und die damit verbundene Polarisierung.

Um dem Problem der Fake News entgegenzuwirken, sind Strategien wie Faktenchecks, frühzeitige Interventionen beim Teilen von Inhalten und Sensibilisierungsmaßnahmen notwendig. Die EU hat bereits Initiativen wie „EU vs. Disinfo“ und das European Digital Media Observatory zur Bekämpfung von Desinformation ins Leben gerufen. Es ist wichtig, die Medienkompetenz zu fördern, um das Vertrauen in seriöse Medien zu wahren und somit die Verbreitung von Fake News zu reduzieren.

Laut einer Analyse fühlt sich eine Vielzahl von Bürger:innen besorgt darüber, dass Fake News Wahlergebnisse beeinflussen könnten. Studien zeigen, dass weniger als 1% der im Internet sichtbaren Inhalte als Fake News eingestuft werden können, doch deren Verbreitung steht häufig im Kontext politischer Manipulation und gezielter Einflussnahme.

Quellen

Referenz 1
www.rbb24.de
Referenz 3
www.bpb.de
Quellen gesamt
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