Der Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach von der SPD hat am 12. März 2025 angekünigt, dass er erneut für die Bürgermeisterwahl in Bedburg kandidieren wird. Solbach, der 2014 mit rund 58 Prozent der Stimmen gewählt wurde und 2020 mit beeindruckenden 73 Prozent wiedergewählt wurde, sieht seine Kandidatur als Bestätigung des positiven Weges der Stadt. Die Ansiedlung des Tech-Riesen Microsoft hebt er als Beispiel für den erfolgreichen Kurs hervor. Dabei ist er davon überzeugt, dass diese Entwicklungen für Bedburg von großem Nutzen sind. Am Mittwoch, dem Tag seiner Bekanntgabe, erklärte Solbach, dass die Entscheidung in Absprache mit der SPD getroffen wurde.
Sein Hauptkonkurrent wird Michael Stupp von der CDU sein, der ebenfalls seine Kandidatur erklärt hat. Beide Kandidaturen müssen jedoch noch von den jeweiligen Parteiverbänden genehmigt werden, so dass die offizielle Bestätigung abgewartet werden muss. Stupps CDU plant eine Aufstellungsversammlung am 22. März im Kasterer Rathaus, während die SPD ihre Kandidatur in der Woche vor Pfingsten bekanntgeben möchte.
Politische Landschaft und Wahlhistorie
Sascha Solbachs Erfolg bei den vergangenen Wahlen zeigt sich besonders deutlich im Vergleich zu Michael Stupp. Bei der Bürgermeisterwahl 2020, in der Solbach für seine Wiederwahl antrat, konnte er in allen 22 Wahlbezirken überzeugen und lag deutlich vor Stupp, der sein Wahlresultat als desaströs bezeichnete. In konservativen Ortsteilen wie Königshoven und Kirchherten erhielt Solbach bis zu 74 Prozent der Stimmen. Diese Wahlergebnisse deuten nicht nur auf eine starke Unterstützung für den SPD-Kandidaten im gesamten Stadtgebiet hin, sondern auch auf eine wachsende Akzeptanz des SPD-Politikstils in Bedburg.
Die Landratswahl brachte ebenfalls Erfolge für die SPD, als Dierk Timm 38,92 Prozent der Stimmen erzielte und damit seinen CDU-Konkurrenten Frank Rock hinter sich ließ. Darüber hinaus stellen SPD und FWG zum ersten Mal seit 1994 die größte Ratsfraktion und konnten in der Ratswahl ihren Einfluss signifikant steigern – von nur sechs auf 13 der 22 Wahlbezirke, während die CDU einen Rückgang von etwa 8 Prozent hinnehmen musste. Solbach betrachtet diese Entwicklungen als Bestätigung seiner politischen Ausrichtung der letzten Jahre.
Bedeutung der Kommunalwahlen
Die bevorstehenden Kommunalwahlen in Deutschland, wie sie im Grundgesetz verankert sind, spielen eine entscheidende Rolle in der politischen Landschaft der einzelnen Gemeinden. Die BürgerInnen haben ein Recht auf allgemeine, freie und geheime Wahlen, die auch die direkte Wahl von (Ober-)Bürgermeistern umfassen. In Nordrhein-Westfalen, wo Bedburg liegt, sind diese Wahlen oft von lokalen Themen geprägt. Zudem haben Bürger eine größere Neigung, kleinere Parteien oder Wählergemeinschaften bei den Kommunalwahlen zu unterstützen, wie die Freie Wählergemeinschaft in Bedburg zeigt.
Die anteiligen Wahlverfahren und die unterschiedlichen Gemeindeordnungen in Deutschland gestalten die Kommunalwahlen zusätzlich vielfältig. Bürgermeisterwahlen erfordern in der Regel eine absolute Mehrheit und die Werte zeigen, dass sie oft von der spezifischen lokalen Situation geprägt sind. Für Sascha Solbach und Michael Stupp wird es entscheidend sein, während des Wahlkampfes die anstehenden Projekte im Rat und in der Verwaltung nicht aus den Augen zu verlieren.
Alles in allem scheint Sascha Solbachs Weg zur erneuten Bürgermeisterkandidatur in Bedburg klar und vielversprechend, besonders angesichts der positiven Wahlergebnisse und der aktuellen politischen Entwicklungen. Es bleibt abzuwarten, wie die WählerInnen im September entscheiden werden.