Die Härtsfeldschule in Neresheim steht vor einer umfassenden Sanierung. Das Gebäude ist stark ramponiert und leidet unter einem undichten Dach. Bereits seit längerer Zeit ist die Sanierung auf der Agenda der Stadt Neresheim, und jetzt haben die Planungen konkrete Formen angenommen. Der erste Bauabschnitt der Generalsanierung wird voraussichtlich 2025 beginnen, wie die Schwäbische Post berichtet.
Im Sommer 2022 wurden die ersten Vorschläge für einen modernen Schulcampus mit insgesamt 13 Bauabschnitten vorgestellt. Architekt Christoph Baur musste sich dabei mit einigen statischen Problemen und Planänderungen auseinandersetzen. Der Gemeinderat hat mittlerweile den Baubeschluss gefasst. Die Generalsanierung wird mit etwa 14 Millionen Euro veranschlagt. Der erste Abschnitt der Sanierung, der sich auf Dachdichtungsarbeiten konzentriert, kostet geschätzte 1,5 Millionen Euro.
Bauabschnitte und Kostenplanung
Die Sanierung der Härtsfeldschule ist in mehrere Abschnitte unterteilt:
- 1. Bauabschnitt (2025): Dachdichtungsarbeiten – Kosten: 1,5 Millionen Euro
- 2. Bauabschnitt (2026-2027): An- und Umbauarbeiten – Kosten: 5,5 Millionen Euro
- 3. Bauabschnitt (2028): Fassaden- und Außenarbeiten – Kosten: 4 Millionen Euro
- 4. Bauabschnitt (2029-2030): Innenausbau mit neuer Elektro- und Medientechnik – Kosten: 3 Millionen Euro
Der gesamte Plan sieht die Errichtung von 34 Klassenräumen, 11 Fachklassenräumen, 4 inklusiven Räumen sowie 4 Räumen für die Ganztagsbetreuung vor. Bürgermeister Thomas Häfele hebt hervor, dass die Sanierung nicht nur eine Gefahrenseite minimiert, sondern auch Einsparungen und mögliche Zuschüsse in Aussicht stellt.
Politische Reaktionen und Herausforderungen
Die Wichtigkeit des Projekts wird auch von der CDU im Stadtparlament unterstrichen. Fraktionsvorsitzender Werner Schrezenmeier betont, dass trotz der aktuellen Euphorie über ein gesenktes Defizit die Stadt sich auf ihre Pflichtaufgaben konzentrieren müsse, besonders bei der Sanierung der Härtsfeldschule, die insgesamt mit 18,6 Millionen Euro veranschlagt ist. Dies soll im Rahmen eines geplanten Haushalts von 41,2 Millionen Euro erfolgen, der am 16. Dezember verabschiedet werden soll.
Schulleiter Dr. Holger Fedyna äußert Bedauern über die erforderlichen Änderungen im ursprünglichen Plan, sieht aber auch positive Aspekte in der neuen Planung. Darüber hinaus wird die Grundschule (Alte Schule) in das Schulzentrum der Härtsfeldschule integriert. Fortschritte in der Kinderbetreuung sind als notwendig erachtet, speziell durch den Neubau eines Kindergartens.
In Zeiten, in denen der Standortfaktor Bildung an Bedeutung gewinnt, wird die Sanierung der Härtsfeldschule als eine notwendige Investition angesehen. Zudem zeigt die Bildungsserver, dass Schulbau in Deutschland einen hohen Stellenwert hat, da er die Zukunft der Bildungsinfrastruktur sichert.
Diese Sanierung ist nicht nur eine Reaktion auf bestehende Probleme, sondern auch ein Schritt in Richtung einer modernen Bildungsumgebung im Schulzentrum von Neresheim.