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Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin für Verschiebung der Cannabis-Legalisierung

In einer aktuellen Pressemitteilung befürwortet Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne eine Verschiebung der Cannabis-Legalisierung in Deutschland. Sie betonte, dass sie grundsätzlich hinter dem Gesetzesvorhaben stehe, jedoch noch Beratungsbedarf bestehe, insbesondere in Bezug auf erlaubte Höchstmengen von Cannabis und Mindestabstände zu Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die Ministerin betonte die Priorität des Kinder- und Jugendschutzes, der Gesundheit der Bevölkerung und der Prävention.

Ein weiterer strittiger Punkt ist der geplante Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Regelungen. Die Ministerin wies darauf hin, dass die Umsetzung einen hohen bürokratischen Aufwand erfordere, der Zeit für Vorbereitungen brauche. Daher sei aus ihrer Sicht eine Verschiebung sinnvoll, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Bisher war geplant, dass der Besitz von Cannabis ab April für Erwachsene legalisiert wird. Eine entsprechende Gesetzesvorlage wurde bereits vom Bundestag verabschiedet, über die der Bundesrat am 22. März entscheiden wird. Auch aus anderen Bundesländern gab es zuletzt Kritik an dem Cannabis-Gesetz.

Es ist wichtig zu beachten, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei der Legalisierung von Cannabis noch hinter anderen Ländern wie Kanada oder den Niederlanden liegt. Während in einigen Bundesländern bereits Modellprojekte zur kontrollierten Abgabe von Cannabis existieren, gibt es noch keine bundesweit einheitliche Regelung.

Eine mögliche Verschiebung der Cannabis-Legalisierung könnte Auswirkungen auf die Pharmaindustrie, den Schwarzmarkt und die Gesundheitspolitik haben. Es bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung des Bundesrates ausfallen wird und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.

In der folgenden Tabelle werden verschiedene Aspekte der Cannabis-Legalisierung in Deutschland gegenübergestellt:

| Aspekt | Aktueller Stand | Vorgeschlagene Verschiebung |
|---------------------|-----------------|-----------------------------|
| Inkrafttreten | April 2020 | Überprüfung erforderlich |
| Höchstmengen | Umstritten | Bedarf an Beratung |
| Kinder- & Jugendschutz | Priorität | Notwendigkeit von Maßnahmen |

Es ist wichtig, dass bei der Diskussion um die Cannabis-Legalisierung die verschiedenen Interessen berücksichtigt werden, um eine ausgewogene und sachliche Entscheidung zu treffen.



Quelle: Mitteldeutsche Zeitung / ots

Martin Schneider

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