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Kleine Flauschbälle auf großer Mission: Neues Leben auf der Gänsefarm Wermsdorf

Das Geheimnis hinter dem Schlupf von 10 000 Küken jede Woche auf der Gänsefarm Eskildsen in Wermsdorf

In der Brüterei der Gänsefarm Eskildsen in Wermsdorf ist die Hochsaison der Küken angebrochen. Woche für Woche schlüpfen hier etwa 10.000 winzige Gänseküken, die den Beginn einer neuen Generation von Zuchttieren markieren. Diese Küken spielen eine entscheidende Rolle sowohl bei der Absicherung des Tierbestands als auch bei der Sicherstellung des Angebots an Martins- und Weihnachtsgänsen bis zum Ende des Sommers.

Die Natur hat für die erfolgreiche Schlüpfung der Küken gesorgt. Nach 30 Tagen im Brutschrank bei genau kontrollierten Temperaturen beginnen die kleinen Gössel, aus ihren Eiern zu schlüpfen. Mit Hilfe ihres verhornten „Eizahns“ knacken sie die Eierschale und strecken voller Energie ihre Köpfe heraus. Innerhalb kurzer Zeit trocknet ihr zarter gelber Flaum, und aus den anfänglich schüchternen Küken werden laute und lebhafte Flauschbälle, die die Brüterei mit ihrem fröhlichen Piepsen erfüllen.

Die Gänsezucht Eskildsen in Wermsdorf bekräftigt, dass dieses jährliche Produktionsniveau bis August beibehalten wird. Die meisten der geschlüpften Gössel werden in den nächsten Monaten sorgfältig aufgezogen, um später als beliebte Martins- und Weihnachtsgänse gefragt zu sein.

Neben dem Aufziehen der Gänse legt das Unternehmen einen Schwerpunkt auf eine artgerechte Haltung. Die modernen Stallanlagen von Eskildsen wurden mit einer Investition von rund 4,5 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht. Mit Klima- und Lichttechnik, automatisierten Fütterungs- und Eiersammelsystemen sowie traditionellen Strohdecken bieten sie den Gänsen optimale Lebensbedingungen.

Die Zukunftsausrichtung des Unternehmens zielt darauf ab, sowohl das Tierwohl als auch die Biosicherheit vor allem gegen Vogelgrippe zu gewährleisten. Die Tradition des Kleinverkaufs von Gänseküken aus der Brüterei wird fortgeführt, wobei darauf geachtet wird, dass die sozialen Tiere nicht alleine gehalten werden, um ihr Wohlbefinden zu sichern.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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