Meißen

Drogenkonsum an Schulen im Kreis Meißen: Neue Herausforderungen mit Einmalzigaretten und Cannabis

Problematik von Einmalzigaretten und Cannabis an Schulen im Landkreis Meißen

Die steigende Zahl junger Drogenkonsumenten im Landkreis Meißen bringt neue Herausforderungen mit sich, vor allem in Bezug auf den Konsum von Einmalzigaretten und Cannabis. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass die jungen Konsumenten immer jünger werden und neue Trends des Drogenkonsums aufgreifen.

Von
Michaela Schmidt


 5 Min.

Die Schulhöfe im Landkreis Meißen dienen nicht nur als Orte des Lernens, sondern leider auch des Konsums unerlaubter Substanzen. Thomas Damme, Direktor einer Radeburger Grundschule, machte in den letzten Wochen und Monaten erschreckende Entdeckungen, als er auf dem Schulgelände die Überreste von Drogenkonsum fand, die von Jugendlichen aus der Umgebung stammten. Diese trafen sich abseits der Unterrichtszeiten, um Alkohol zu trinken, zu rauchen und sogar in den Besitz von Cannabis utile Wasserpfeifen zu gelangen.

Um dieser Problemstellung entgegenzuwirken, beschloss die Schulleitung eine Videoüberwachung auf dem Gelände zu installieren, was bereits zu einer Reduzierung der jugendlichen Treffen führte. Doch trotz dieser Maßnahme ist Direktor Damme sich bewusst, dass die Problematik nicht einfach verschwindet, sondern sich lediglich verlagert.

Diversifizierung des Drogenkonsums

Neben den klassischen Drogen wie Alkohol und Zigaretten breitet sich der Konsum von Snus und Vapes unter Schülern aus. Snus sind Nikotinbeutel, die unter die Lippe gelegt werden und direkte Nikotinaufnahme ermöglichen, während Vapes E-Zigaretten sind, die Nikotin durch Verdampfung aufnehmen. Diese neuen Trends sorgen für zusätzliche Herausforderungen im Bereich der Drogenprävention an Schulen.

Taschenkontrollen bei begründetem Verdacht sind eine Maßnahme, die an Schulen wie dem Großenhainer Werner-von-Siemens-Gymnasium durchgeführt wird. Obwohl sie bisher nur selten zu Funden führten, ist die Sensibilisierung der Schüler für das Thema Drogenkonsum essenziell. Schüler in der 7. Klasse erhalten Besuch von der Polizei, Elternabende behandeln ebenfalls das Thema und Lehrer informieren individuell über die Gefahren des Drogenmissbrauchs.

Neben illegalen Drogen werden auch der zunehmende Cannabiskonsum und die Anziehungskraft von Einmalzigaretten unter Schülern problematisch. Die Legalisierung von Cannabis sorgt für neue Herausforderungen, da Schüler sich verstärkt für den Eigenanbau interessieren, obwohl dies bereits strafrechtlich relevant wäre. Die Direktoren und Präventionsbeauftragten raten Eltern, auf Anzeichen wie Gewichtsverlust, Hautveränderungen, mangelnde Hygiene, geweitete Pupillen und Konzentrationsprobleme zu achten und mutig das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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