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SRH baut Hochschulbereich weiter aus: Neue Standorte in Leipzig und den Niederlanden geplant

Die SRH, einer der größten Bildungs- und Gesundheitsanbieter Deutschlands, erweitert ihr Hochschulangebot, indem sie den Haarlem Campus in den Niederlanden zu 100 Prozent übernimmt. Zudem wird im Herbst 2024 ein neuer Campusstandort in Leipzig eröffnet. Die SRH strebt danach, bis 2026 ihre Vorreiterrolle in den Bereichen Bildung und Gesundheit auszubauen. Im Hochschulbereich soll das Angebot erweitert werden, um noch mehr Menschen national und international zu erreichen. Um diese Ziele zu erreichen, plant die SRH bis 2026 zehn neue Hochschulstandorte zu eröffnen und die Zahl der Studierenden zu verdoppeln.

Der Haarlem Campus in den Niederlanden bietet aktuell vier englischsprachige Studiengänge an und hat knapp 200 Studierende aus fast 50 Nationen. In Leipzig werden ab Oktober 2024 Studienangebote in den Bereichen Management, Technologie, Digitalisierung und Life Sciences angeboten, die auf die Anforderungen lokaler Unternehmen zugeschnitten sind. Der Fokus liegt dabei auf zukunftsweisenden, praxisnahen Studiengängen.

Prof. Dr. Christof Hettich, Vorstandsvorsitzender der SRH, betont die Bedeutung von Bildung als wichtigen Wirtschafts- und Wertschöpfungsfaktor. Er sieht ein attraktives Studienangebot als wichtigen Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels und betont die Vorteile der Gewinnung ausländischer Studierender für Deutschland.

Die SRH betreibt bereits Hochschulen an 16 Standorten in Deutschland sowie international in Paraguay und den Niederlanden. Das Angebot umfasst eine moderne Kombination aus Präsenzstudium und interaktiver Online-Lehre, wobei einige Studiengänge auch berufsbegleitend möglich sind.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die geplanten Erweiterungen des Hochschulangebots der SRH:

| Standort | Übernahme Haarlem Campus | Neuer Campus Leipzig |
|------------------|--------------------------------|----------------------|
| Angebote | Vier englischsprachige Studiengänge | Management, Technologie, Digitalisierung, Life Sciences |
| Studierende | Knapp 200 Studierende aus fast 50 Nationen | Ab Oktober 2024 neue Studierende in Leipzig |
| Ziel | Hinzugewinn von mehr Menschen im In- und Ausland | Anpassung an die Anforderungen lokaler Unternehmen |

Die SRH plant also, ihr Hochschulangebot sowohl international als auch national auszubauen, dabei den Bedürfnissen lokaler Unternehmen gerecht zu werden und zusätzlich die Anzahl der Studierenden zu erhöhen.



Quelle: SRH Holding / ots

Martin Schneider

Mit einem beeindruckenden Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist unser Redakteur und Journalist ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Als langjähriger Bewohner Deutschlands bringt er sowohl lokale als auch nationale Perspektiven in seine Artikel ein. Er hat sich auf Themen wie Politik, Gesellschaft und Kultur spezialisiert und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und gut recherchierten Berichte.

Ein Kommentar

  1. Mein Kampf gegen die DDR-Diktatur

    Hallo zusammen,
    mein Name ist Jürgen Brand, bin in Magdeburg geboren und aufgewachsen.
    Als ich ab 1975 Ausreiseanträge stellte drohte man mir mit Gefängnis, obwohl laut der eigenen Verfassung, jeder Bürger die freie Wahl seines Wohnsitzes hätte.
    Auch ein Kurzbesuch nach Westberlin zum Grab meines Vaters, lehnten die DDR-Behörden ab.
    Ich wurde einige Monate später wegen des Verdachts der Vorbereitung zur Flucht aus der DDR, weil ich Briefe an BRD-Behörden und TV-Sender schickte, verhaftet.
    Also Anstatt Frei in der BRD zu sein, saß ich nun für 4 Jahre im DDR-Gefängnis.
    Um über diese schlimme Zeit mit Schikanen zu berichten, habe ich alles mit dem Buchtitel „Hafterlebnisse eines DDR-Bürgers“ als 2 teiliges Buch veröffentlicht.

    Kleiner Auszug von meiner Geschichte, für junge Leute die nichts über die DDR -Diktatur wissen.

    Als ich im Januar 1979 im Gefangenenlager die Mitfahrt zur Emaille Fabrik und somit die Zwangsarbeit in Thale verweigerte, kam ich in den strengen Einzelarrest.
    In den anderen Arrestzellen befanden sich schon 3 Gefangene, die ebenfalls die Zwangsarbeit im Gefängnis verweigerten. Ich saß wegen Vorbereitung zur Flucht aus der DDR, wegen Schreiben um Hilfe an BRD-Ämter, was nach dem DDR-Strafgesetz unerlaubte Verbindungsaufnahme zu feindlichen Stellen bedeutete und – 5 Jahre Gefängnis geben kann.. Und weil ich bei Abt. Inneres mitteilte, für die DDR nicht mehr zu arbeiten. So wollte ich als Hemmschuh des Sozialismus gelten und Druck auf die Ausreise erzwingen.
    Das Gefangenenlager Thale mit etwa 250 Häftlinge, befand sich ca.50 Km von Magdeburg entfernt. Eigentlich ein schönes Auspflugs und Erholungsgebiert.
    Für uns Häftlinge aber nicht. Nachdem ich vom Strafvollzugsabteilungslager, einem Oberleutnant, angeschrien, bedroht und beleidigt wurde, gab der mir 14 Tage strengen Einzelarrest.
    Mit einem Scheißkübel auf der etwa 5 qm Zelle, nichts zum Rauchen, keinen Briefkontakt nach draußen, Radio oder TV war sowieso verboten.
    Nicht mal das Lügenblatt „Neues Deutschland“ gab man uns zum Lesen.
    In kleinen Schnipsel zerschnitten, erhielten wir die Zeitung als Klo-Papier. Morgens und abends gab es dünn beschmierte Scheiben Brot, jeweils 2 Stück.
    Da es seit kurzem eine leichte Verbesserung eintrat, gab es nicht wie sonst alle 3 Tage, sondern täglich Mittagessen. Allerdings ohne Fleisch oder andere Beilagen.
    Eigentlich war es uns Arrestanten verboten, mit den anderen Gefangenen zu reden. Aber wir taten dies trotzdem, wenn kein Wärter in der nähe war oder durch Klopfzeichen an der Wand.
    Wir hörten morgens die Gefangenen Antreten, ihre Namen rufen, oder wenn sie nachmittags Kommunisten bzw. Partisanen -Lieder singend, durch das Lager marschierten.
    Man hatte sie zu Marionetten und zu willige Arbeitssklaven gemacht. Aber einerseits verständlich, denn jeder wollte seine Strafe mit dem geringsten Widerstand hinter sich bringen. Bei uns vier Arrestanten war das schon ganz anders. Wir wollten der DDR durch unsere Arbeitskraft keinen nutzen mehr bringen und lehnten deswegen die Zwangsarbeit und auch die anderen Bestimmungen ab.
    Deswegen saßen wir in den Einzelzellen, voneinander getrennt. Man drohte uns damit, weiterhin für Monate im Arrest zu bleiben, falls wir nicht gehorsam sind.
    Wir sahen es aber als Möglichkeit, durch unseren Widerstand als Hemmschuh des Sozialismus angesehen zu werden, damit sich dadurch die Chance zur Abschiebung in den Westen erhöhte.
    Aber wir durften uns nur nicht merkbar absprechen oder einen Hungerstreik gemeinsam machen. Das könnte uns nach dem DDR-Strafgesetzbuch als Rebellion oder Gefangenen-Meuterei auslegt werden. Dann erhielten wir noch Monate oder sogar Jahre als Haftstrafe obendrauf.
    Eines Morgens merkten wir, das die zwei anderen Mitgefangene fort waren. Man hatte sie „bei Nacht und Nebel“ aus den Zellen geholt. Deswegen damit wir uns nicht verabschieden konnten und auch keine eventuellen Informationen mehr ausgetauscht werden konnten. Jetzt im März habe ich mehrfach 21 Tage Arrest hinter mir. Steinke noch mehr.
    Wir bekamen einen neuen Gefangenen auf die Nachbarzelle der Arrestabteilung. Es war ein Pfarrer. Er hatte evangelische Theologie studiert und nach 12 Semester mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Zum Ausüben des Berufs als Pfarrer kam er nicht, weil er vom DDR-Staat Berufsverbot bekommen hatte. Kritiker in der DDR wurden abserviert oder Inhaftiert. Er hatte 8 Monate wegen Vorbereitung zur Republikflucht bekommen.
    Genauer ist er uns gegenüber uns nicht drauf eingegangen(wahrscheinlich aus misstrauen, an Spitzel zu geraten) mit seiner Geschichte. Wir waren natürlich Stolz drauf,
    einen richtigen Priester als Verweigerer der Zwangsarbeit, in unserer Gemeinschaft zu haben. Leider war auch er nach 2 Wochen verschwunden.
    Wieder kam ein neuer hinzu, er heißt Bernstein. Seinen Vornamen habe ich vergessen. Ein kluger Kopf, denn er hatte Abitur und während der 12.Klasse einen Facharbeiterbrief als Mechaniker abgeschlossen.
    Nach dem Abi wollte er Jura studieren. Dieses und auch Mathe lehnte der Staat ab. An den Noten lag es nicht, es lag an seiner kritischen politischen Einstellung zur DDR.
    Man schlug ihm vor Agrarwirtschaft zu studieren, also praktisch ein Studium zum Schweine-Bauer und Züchter. Da muss er wohl ausfallend geworden sein und nun saß er für 10 Monate im Gefängnis in Thale. Er hat hier gleich auf die Vergünstigungen wie arbeiten, rauchen, Briefe schreiben, Paketscheine, sattessen, Beschäftigung oder Kontakt zu anderen verzichtet und landete deswegen bei uns im Arrest. Ich hatte noch viele Monate an Haft vor mir. Später als man die Arrestzellen Renovieren wollte, hat man uns Dauerverweigerer in einen ausgebauten Keller zusammengelegt. Meine Kameraden und ich, hofften weiterhin auf eine Abschiebung in den Westen. Aber alles wurde noch viel schlimmer.

    Meine Homepage http://rurufi.ibk.me

    Sehr geehrter Herr Brand,

    mit großem Interesse haben wir Ihre Geschichte gelesen. Ihnen gilt unser Dank und Respekt, dass Sie engagiert Ihre schrecklichen Erlebnisse teilen und teilen wollen.
    Sie ermöglichen vor allem Schülerinnen und Schülern mithilfe Ihrer persönlichen Lebensgeschichte einen persönlichen Einblick in die SED Diktatur und lassen Geschichte lebendig und nachvollziehbar werden. Solch persönliche, konkrete und detailreiche Informationen finden sich nicht in Geschichtsbüchern. Sie helfen Schülerinnen und Schülern dabei historische Ereignisse mit der heutigen Lebenswelt zu vergleichen und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung. Die Bedeutung von Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit wird in besonderer Weise veranschaulicht und gewürdigt.

    Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sind wertvoll.
    Wir leiten daher ihr Schreiben an die Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen und die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt weiter. Darüber hinaus wird der Demokratiebeauftrage unseres Schulamtes ihr Anliegen den Schulen zukommen lassen.

    Wir wünschen Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit.

    Im Auftrag des Staatlichen Schulamtes Mittelthüringen verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen

    Anke Hofmann
    Koordinatorin
    ____________________________________________________________________________

    STAATLICHES SCHULAMT MITTELTHÜRINGEN
    Referat 5 | Schulentwicklung, Lehrerbildung und Schulpsychologischer Dienst

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