In Sebnitz, Sachsen, sorgte ein ausgebüxtes Känguru am Montagabend für Aufregung und einen Polizeieinsatz. Ein aufmerksamer Autofahrer meldete gegen 22.30 Uhr der Polizei, dass er auf der Landstraße nahe Schönbach ein Känguru gesehen habe. Um seine Aussage zu untermauern, schickte er ein Foto mit, das die Behörden alarmierte. Aufgrund der möglichen Gefahr eines Verkehrsunfalls rückte die Polizei sofort aus, fand jedoch das Tier nicht.
Die Kollegen der Polizei werden weiterhin regelmäßig Streifen fahren und Ausschau nach dem Tier halten. Zusätzlich wurde auf der Facebook-Seite von Polizeikontrollen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Foto und ein Video des Kängurus geteilt, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Es wird vermutet, dass das Känguru möglicherweise aus dem Wildpark Osterzgebirge in Geising ausgebüxt ist, doch diese Information bleibt bislang unbestätigt. Die Entfernung von Sebnitz nach Altenberg, wo der Wildpark liegt, beträgt etwa 70 Kilometer, eine Autofahrt dauert circa eine Stunde. Kängurus sind vor allem dämmerungs- und nachtaktiv, was die Suche erschwert, da sie sich nachts vermehrt bewegen. Zudem können Kängurus Sprünge von bis zu neun Metern machen und Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichen.

Die Spekulationen um die Herkunft

Das gesichtete Känguru scheint zudem verhältnismäßig klein zu sein, was die Spekulationen über seine Herkunft weiter anheizt. Sollte es nicht wieder auftauchen, könnte es theoretisch zu seinem Besitzer zurückgekehrt sein. Die Polizei hat vorerst alle Ermittlungen auf den Weg gebracht, um die Sicherheit der Straßenverkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Ähnlich gelagerte Vorfälle sind in der Vergangenheit ebenfalls aufgetreten. So wurde am Sonntagabend, dem 11. September 2022, également ein Känguru gesichtet, welches aus dem Reptilienzoo Sontra ausgebrochen war. Auch hier reagierte die Polizei schnell, konnte das Tier jedoch nicht finden. In verschiedenen Berichten wird hingewiesen, dass das Känguru in der Regel munter und wohlauf war, was die Hoffnung auf eine baldige Auffindung aufrechterhielt. In diesem Falle wurde das Tier am Montagmorgen später am Bahnhof in Sontra gesichtet und es gab zahlreiche Augenzeugenberichte.[Werra-Rundschau]

Die Aufregung um das ausgebüxte Känguru in Sachsen zeigt erneut, wie erfreulich es sein kann, in der Natur unerwartete Tiere zu beobachten – allerdings nicht ohne Risiko. Die Polizei wird die Suche weiterhin intensivieren und hofft, das Tier bald wohlbehalten und unversehrt zu finden. Auch bei den ersten Sichtungen gilt es stets, die Sicherheit im Verkehrsraum zu achten. Die Berichterstattung über den Vorfall gibt einen umfassenden Einblick in die ungewöhnliche Situation.
[LN Online][Stern]