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Hooligan-Rädelsführer vor Gericht: Brutaler Schlägertrupp zerstört das Saubermann-Image von Erzgebirge Aue

Die dunkle Seite des Fußballfans: Enthüllungen über gewalttätige Drittliga-Hooligans

Der Fußballclub Erzgebirge Aue kämpfte sich mit bescheidenen finanziellen Mitteln von der DDR-Traditionsliga bis in die 2. Bundesliga und ist heute in der 3. Liga vertreten. Doch das friedliche Image des Clubs wurde durch eine brutale Hooligan-Gruppe namens „SJ,“ nun „Brigade Jugend,“ erschüttert. Fünf junge Männer, darunter Pflege-Azubi Paul B. aus Schneeberg und Fußbodenveredler Pascal P. aus Johanngeorgenstadt, stehen vor Gericht, angeklagt als Mitglieder der kriminellen Vereinigung.

Die Hooligans sollen Überfälle auf gegnerische Fußball-Fans über WhatsApp, Threema und Discord geplant haben. Die Gruppe trat vermummt und bewaffnet, unter anderem mit Quarzsandhandschuhen, Schlagstöcken und Schlagringen, auf. Sie griffen Fans von Werder Bremen an, um Trikots zu stehlen und sollen rassistische und rechtsextreme Parolen gegen Fans von Dynamo Dresden und FSV Zwickau gerufen haben.

Opfer der Angriffe erlitten abgebrochene Zähne und Nasenbeinbrüche. Die Hooligans zielen darauf ab, Fanartikel zu rauben und im Erzgebirgs-Stadion als Trophäen vorzuführen und zu zerstören. Neben der Bildung einer kriminellen Vereinigung wird den Angeklagten schwerer Raub, räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Verteidiger, darunter auch Martin Kohlmann, Leiter der rechtsextremen Partei „Freie Sachsen,“ vertreten die Angeklagten. Das Gericht plant zahlreiche Verhandlungstage für diesen aufsehenerregenden Fall.

Klaus Richter

Lebt in Amberg und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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