Ein spannender Waldtag für die Kinder des Kindergartens Straußdorf fand kürzlich im Wildgehege von Tamara und Thomas Stielner in Dichau statt. Die Wetterbedingungen waren herausfordernd, mit Regen und sogar einigen Schneeflocken, wodurch die Wiesen und Wege matschig wurden. Dennoch hatten die Kinder gute Laune, sprangen in Pfützen und genossen ihre Brotzeit in der Natur.

Thomas Stielner, der im Nebenerwerb ein Rotwildgehege betreibt, nahm sich die Zeit, den Kindern die Unterschiede zwischen Rehbock und Hirsch zu erklären. Dabei erfuhr die Gruppe auch, dass das Rotwild durch menschlichen Freizeitdruck und Besiedelung aus seinen natürlichen Lebensräumen verdrängt wurde. Zudem zeigte Stielner Geweihe von Rothirschen und erläuterte deren Wachstumsprozess.

Ein aktives Lernen in der Natur

An diesem Tag halfen die Kinder aktiv beim Pflanzen von Bäumen im angrenzenden Wald. Diese Maßnahme zielt auf eine biologische Auffrischung des Waldes ab, da die Fichten vor Herausforderungen stehen. Jedes Kind durfte einen eigenen Baum pflanzen und lernte die Unterschiede zwischen verschiedenen Baumarten kennen. Solche Aktionen dienen nicht nur der Aufforstung, sondern sollen die Kinder auch motivieren, ihre gepflanzten Bäume später zu besuchen.

Regelmäßige Waldtage, wie dieser im Kindergarten Straußdorf, sind nicht nur eine Abwechslung zum Kita-Alltag, sondern auch pädagogisch wertvoll. Studien belegen, dass Waldaufenthalte die motorischen Fähigkeiten und die Sinneswahrnehmung von Kindern fördern. Zudem erleben sie ihren eigenen Körper und die Jahreszeiten intensiv und entwickeln eine Wertschätzung für die Natur. Diese Erfahrungen tragen zur ganzheitlichen Entwicklung und zum Gesundheitsbewusstsein der Kinder bei, indem sie sich viel bewegen und ihre Neugier entfalten können, wie pro-kita.com berichtet.

Waldkindergärten und ihre Vorteile

Waldkindergärten sind Einrichtungen, in denen die Kinder nahezu ausschließlich im Freien spielen. Diese Umgebung bietet den Kleinen Platz zum Spielen in kleinen und großen Gruppen, aber auch die Möglichkeit, alleine zu spielen. Dort wird die Fantasie angeregt, da oft Spielzeugverbot herrscht und die Kinder natürliche Materialien zum Spielen nutzen. Kinder aus Waldkindergärten entwickeln nicht nur eine bessere Motorik, sondern auch ein besseres Gefahrenbewusstsein und lernen, die Natur im Wandel der Jahreszeiten zu schätzen. Diese Aspekte fördern ein stabiles Immunsystem, obwohl es in der kühleren Jahreszeit zu Erkältungen kommen kann, wie waldkindergarten-tipps.de anmerkt.

Abschließend lässt sich sagen, dass Waldtage und die Philosophie der Waldkindergärten eine wertvolle Lernerfahrung für Kinder darstellen. Sie stärken die Verbindung zur Natur und unterstützen die ganzheitliche Entwicklung auf spielerische Art und Weise. Das Engagement von Erziehern und Eltern ist entscheidend, um solche Bildungsangebote regelmäßig und sicher in die Praxis umzusetzen.