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Dynamo Dresden: Bodyguards am Spielfeldrand im Einsatz

Die erschütternde Realität hinter den Mord-Drohungen gegen den Dynamo Dresden Drittliga-Star Kutschke

Unfassbar, dass so etwas wirklich nötig ist! Nach den Mord-Drohungen gegen Stefan Kutschke (35) hat Dynamo Dresden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht und nun sogar Bodyguards am Spielfeldrand! Neben den üblichen Ordnern, die der Drittligist für seine Gästefans mitreisen lässt und die vor dem Auswärtsblock Stellung beziehen, waren beim Spiel bei Freiburg II (1:1) auch zwei Security-Leute für den Stürmer abgestellt. Nach BILD-Informationen stand ein Ordner im Dreisam-Stadion direkt neben der Trainerbank von Dynamo Dresden. Eine zweite Sicherheitskraft bewegte sich an der Torauslinie, wo sich Dynamos Ersatzspieler während der Partie warmmachten. Dass Kutschke überhaupt auflief, hatte er mit seiner Familie vorher selbst entschieden.

Trainer Markus Anfang (49) äußerte sich zu der Situation: „Ich werde einen Teufel tun und einen Menschen irgendwie versuchen, da zu überreden. Es ist einfach klassisch Stefan, der alles dafür tun will, dass Dynamo erfolgreich ist und dafür kämpft und rackert.“ Maximal unglücklich aber: Als ein Flitzer mit Dynamo-Fahne in der 93. Minute aufs Spielfeld rannte und sich ausgerechnet in Richtung Kutschke bewegte, griffen die Sicherheitskräfte nicht schnell genug ein.

Dynamo will den Flitzer-Vorfall in Freiburg aufarbeiten. Die Problematik liegt darin, dass in erster Linie der Gastgeber, also Freiburg II, befugt ist, das Hausrecht durchzusetzen. Der Fan kam nicht aus dem Dynamo-Block, sondern einem anderen Tribünenteil, was für Unklarheit sorgte. Wie BILD erfuhr, wird der Vorfall jetzt intern bei Dynamo aufgearbeitet und das Sicherheitskonzept nochmals angepasst. Trotz des Vorfalls blieb Kutschke ruhig und eskortierte den Flitzer nach draußen, wobei er ihm die Uhr zeigte, als deutliches Zeichen für die verpasste Chance auf den Siegtreffer.

Markus Anfang kommentierte die Situation abschließend: „Die Situation begleitet die Mannschaft seit fast 14 Tagen und beschäftigt den ein oder anderen Spieler. Ich hätte Kutsche gewünscht, dass er das Tor für uns macht.“ Leider klappte es nicht.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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