In Dresden finden Blutspenden durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine zentrale Rolle in der Versorgung von Patienten, insbesondere von Krebspatienten. Diese Verfahren sind komplex und sichern die Verfügbarkeit lebenswichtiger Blutkomponenten. Das DRK verarbeitet die gespendeten Blutproben in großen Zentrifugen, wo die verschiedenen Bestandteile wie rote Blutkörperchen, Blutplasma und Blutplättchen voneinander getrennt werden. Bei diesem Vorgang werden die weißen Blutkörperchen ausgewählt, da sie als Fremdspende Abwehrreaktionen auslösen können. Die Transfusionsbeutel mit den roten Blutzellen werden sorgfältig in einer Kühlkammer bei vier Grad Celsius gelagert. Die Wichtigkeit der Blutplättchen für Krebspatienten, die durch Chemotherapie eine gestörte Blutbildung aufweisen, ist unverzichtbar. Sie sind entscheidend für die Blutgerinnung und das Verschließen verletzter Gefäße.

Ein weiterer Aspekt, der nicht aus den Augen verloren werden darf, ist die Etikettierung der Blutbeutel, die von enormer Bedeutung ist. Fehler in diesem Prozess können für Patienten äußerst gefährlich werden und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Folgen haben. Daher ist es entscheidend, dass das Geschenk der Spende sicher bei den Patienten ankommt und keine Fehler im Verarbeitungsprozess diese Sicherheit gefährden.

Die Bedeutung der Blutspende

Blutspender sind von wesentlicher Bedeutung für die medizinische Versorgung, da die ständige Verfügbarkeit von Blutkomponenten unerlässlich ist. Die Transfusionsmedizin umfasst die Gewinnung, Aufarbeitung und Betreuung der Spender. Die physiologischen Grundlagen der Blutspende zeigen, dass ein Verlust von bis zu 15 % des Blutvolumens über fünf Minuten in der Regel keine Symptome hervorruft. Die Aufnahme neuer Spender ist dringend erforderlich, um den Bedarf zu decken, insbesondere in Krisenzeiten und während der Grippewelle. Gesundheitsstudien stellen fest, dass gesunde Spender mit mehr als 50 kg Körpergewicht bis zu 525 ml Blut entnommen werden können.

Die Anforderungen an Spender sind klar definiert: Neben einem Mindestalter von 18 Jahren müssen Spender auch die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen, die durch Anamnese, ärztliche Untersuchung und Laboruntersuchungen abgeklärt werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu temporären Ausschlüssen, je nach medizinischen Bedingungen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Blutspenden trägt zur Sicherheit aller Beteiligten bei.

Lagerung und Qualitätssicherung

Die Lagerung und der Transport von Blutkomponenten unterliegen strengen Richtlinien, um deren Qualität zu gewährleisten. Erythrozyten müssen bei 4 °C gelagert werden, während Blutplättchen bei Raumtemperatur aufbewahrt werden müssen. Plasma hingegen wird tiefgefroren, meist bei Temperaturen von bis zu minus 45 Grad Celsius. Um die Sicherheit für die Empfänger zu erhöhen, kommen Verfahren zur Pathogeninaktivierung zum Einsatz, die Infektionserreger in den Blutkomponenten inaktivieren. Bestrahlte Präparate werden zudem eingesetzt, um Graft-vs.-Host-Reaktionen zu vermeiden.

Insgesamt zeigt sich, dass die Prozesse rund um die Blutspende und -transfusion hochkomplex sind und großes medizinisches Fachwissen erfordern. Die Herausforderungen in der Transfusionsmedizin sind vielfältig, und die kontinuierliche Aufklärung über die Vorteile und Notwendigkeit von Blutspenden bleibt von großer Bedeutung.

Für weitere Informationen zur Transfusionsmedizin besuchen Sie bitte NCBI oder die Medizinische Fakultät Rostock.