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Wirtschaftshof Sachsenland plant Neubau: Chemnitz genehmigt neues Windrad

Innovatives Windrad-Projekt in Wittgensdorf: Wie die Stadt Chemnitz grünes Licht gegeben hat

Der Wirtschaftshof „Sachsenland“ in Wittgensdorf plant seit anderthalb Jahren den Bau einer neuen Windkraftanlage, um das alte Windrad von 1998 zu ersetzen. Mit geschätzten Kosten von mindestens acht Millionen Euro hat der Chemnitzer Stadtrat das Projekt nun mit großer Mehrheit genehmigt.

Jens Hoffmann, Leiter des „Sachsenland“-Wirtschaftshofs, erklärte, dass Reparaturen am alten Windrad wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll seien, da in absehbarer Zeit Teile ausgetauscht werden müssten. Das neue Windrad soll etwa 250 Meter hoch sein und eine Leistung von rund 5 Megawatt haben. Eine Herausforderung war der geringe Abstand von nur 590 Metern zu den nächsten Wohnhäusern, obwohl gesetzlich 1000 Meter vorgeschrieben sind.

Trotz der Abweichung vom gesetzlichen Abstand sind sowohl Jens Hoffmann als auch Ordnungsbürgermeister Knut Kunze davon überzeugt, dass die Auswirkungen auf die Anwohner minimal sein werden. Das leisere und leistungsgesteuerte Windrad soll vor allem die benachbarte Milchviehanlage mit Strom versorgen. Im Stadtrat stieß das Projekt hauptsächlich bei rechtsorientierten Mitgliedern auf Widerstand, die kritische Expertenmeinungen anführten und eine stärkere Bürgerbeteiligung forderten. Sowohl die CDU als auch die FDP wiesen jedoch darauf hin, dass der Ortschaftsrat Wittgensdorf mehrheitlich zugestimmt habe.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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