Am 24. Februar 2025 präsentieren Lehramtsstudierende der Technischen Universität Chemnitz ihre kreativen Buchobjekte in einer einzigartigen Ausstellung. Diese findet in der Universitätsbibliothek, Straße der Nationen 33, statt und ist bis zum 27. Februar 2025 für Besucher geöffnet. Insgesamt 17 Studierende des Zentrums für Lehrer*innenbildung und Bildungsforschung haben im aktuellen Wintersemester an diesem Projekt gearbeitet, das unter der Leitung von Silke Trekel und Helen Uhlig entstand.
Das Thema der praktischen Übung, „Erweiterung der Ausdrucks- und Gestaltungsmittel“, führte die Studierenden dazu, individuelle künstlerische Buchobjekte zu kreieren, die das Motto „C the Unseen“ tragen. Diese Objekte reflektieren ungesehene Orte in Chemnitz und laden die Besucher ein, die Stadt aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Kreative Buchgestaltung und erlebnisorientierte Ausstellung
Die ausgestellten Arbeiten kombinieren klassische Buchgestaltung mit innovativen Ideen und Formaten, die zur Vermittlung der Themen dienen. In der Ausstellung können die Besucher die Buchobjekte mit allen Sinnen erfahren, was das Ziel verfolgt, einen anderen Blick auf die Stadt Chemnitz zu fördern. Mit dieser Präsentation zeigen die Studierenden nicht nur ihre Kreativität, sondern auch die Vielfalt der Buchgestaltung.
Parallel dazu markiert die Stadt Chemnitz den Startschuss für das Kulturhauptstadtjahr 2025 mit einer bedeutenden Ausstellung im SMAC. Auf einer Fläche von 1000 m² präsentiert diese Ausstellung 380 Objekte, die einen Bogen von Werkzeugen der Bronzezeit über eine mittelalterliche Lüftungsanlage bis hin zu Artefakten aus der DDR spannen. Unter den besonderen Exponaten befindet sich ein Handstein, der ein Geschenk der sowjetischen Belegschaft der Wismut AG an deutsche Kollegen darstellt. Dieser Stein, bestehend aus verschiedenen Mineralien aus dem Erzgebirge, hat eine fast 400 Jahre alte Idee neu umgesetzt, die 1969 realisiert wurde.
Themen der Nachhaltigkeit und der Rohstoffgewinnung
Die Ausstellung wirft auch grundlegende Fragen zur möglichen Wiederbelebung der Rohstoffgewinnung im Erzgebirge auf, inklusive Lithium, Zinn und Silber. Dabei werden Themen wie Naturschutz, die finanziellen Aspekte und die Vermeidung von Ausbeutung in anderen Ländern diskutiert. Jens Beutmann, der Projektleiter, äußert sich zur Zwiespältigkeit des Bergbaus und dessen Einfluss auf das Wirtschaftsverständnis. Das Museum hofft, mit dieser Präsentation zahlreiche nationale und internationale Besucher anzulocken.
Diese kulturellen Projekte stehen im Kontext der Evaluation von Fördermaßnahmen, wie sie von der Kulturstiftung des Bundes abgerufen werden. Dabei sind konkrete projektbezogene Ziele und messbare Indikatoren von zentraler Bedeutung, die sicherstellen sollen, dass die Kosten und Erfolge dieser Initiativen realistisch bewertet werden können.
Insgesamt wird deutlich, dass die Ausstellungen in Chemnitz nicht nur den Besucherinnen und Besuchern verschiedene Perspektiven auf die Stadt näherbringen, sondern auch wichtige gesellschaftliche und kulturelle Fragestellungen anstoßen. Die Studierenden und die Kooperationspartner tragen aktiv zur kulturellen Landschaft bei und setzen Impulse für eine diskursive Auseinandersetzung mit der Stadt und ihrer Geschichte.
Für weitere Informationen über die Lehramtsstudierenden und ihre Projekte ist ein Besuch der Webseite der TU Chemnitz empfehlenswert.
Die Vernetzung dieser kulturellen Initiativen könnte auch zukünftige Projekte im Rahmen der Kulturhauptstadtjahre prägen und eine nachhaltige Wirkung in der Region entfalten.