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Barrierefreiheit im Bildungsbau: Architekturpreise für modernes Schulkonzept

Neubau für die Schule am Webersberg: Ein zukunftsweisendes Projekt in Homburg

Die Webersbergschule in Homburg wird einen Neubau erhalten, der speziell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten ist. Die Schule, eine staatliche Ganztags-Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung, beherbergt rund 200 Schülerinnen und Schüler, viele von ihnen sind auf Hilfsmittel wie Elektrorollstühle und Pflegebetten angewiesen. Daher spielt Barrierefreiheit eine entscheidende Rolle in diesem Bauvorhaben, ebenso wie Sonderbereiche für Therapieangebote und Pflegeinfrastruktur.

Nach einem europaweiten Architekturwettbewerb wurden die Gewinner durch Bauminister Reinhold Jost und Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot ausgezeichnet. Unter den 30 teilnehmenden Architekturbüros erhielten zwei Büros – OHO-Architekten PartGmbH aus Stuttgart und die Planungsgesellschaft Jörg Kühn mbh aus Eppelborn – die ersten Preise. Die Gesamtbaukosten des Projekts werden voraussichtlich 48,3 Millionen Euro betragen, einschließlich der Erstausstattung.

Die beiden Siegerentwürfe zeichnen sich durch moderne und inklusive Raumkonzepte aus, die die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Sowohl die Barrierefreiheit als auch die Integration von Therapie- und Pflegeinfrastruktur sind essentielle Elemente, um eine inklusive Bildungsumgebung zu schaffen. Der Neubau soll dabei eine Cluster-Struktur aufweisen, die den aktuellen technischen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig optimal auf die Anforderungen einer Ganztags-Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung abgestimmt ist.

Die Architekten sollen nun im Rahmen eines Vergabeverfahrens darlegen, wie sie mit Verbesserungsvorschlägen des Preisgerichts umgehen werden. Der Entwurf von OHO-Architekten sieht ein mehrgeschossiges Gebäude mit versetzten Ebenen und einer großzügigen Rampenanlage vor, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Das Büro Kühn schlägt hingegen eine Struktur in Form eines Dorfes vor, bestehend aus weitgehend eingeschossigen Gebäuden, die über eine breite Rampenanlage barrierefrei miteinander verbunden sind.

Der Neubau für die Schule am Webersberg bietet die Möglichkeit, eine innovative Lernumgebung zu schaffen, die den Schülerinnen und Schülern größtmögliche Selbstständigkeit ermöglicht. Durch die klugen und anspruchsvollen Architekturentwürfe sollen die Kinder auch in Zukunft von modernen und inklusiven Bildungseinrichtungen profitieren.

Andreas Weber ist ein renommierter Redakteur und Journalist, der seit über 25 Jahren im Saarland lebt und arbeitet. Er absolvierte sein Studium der Journalistik an der Universität des Saarlandes und hat in seiner langjährigen Karriere für verschiedene regionale und überregionale Medien tätig gewesen. Als Mitglied des Deutschen Journalisten-Verbands hat Andreas mehrere Preise für seine investigative Berichterstattung und scharfsinnigen Analysen erhalten. Sein profundes Verständnis der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse im Saarland macht ihn zu einer angesehenen Stimme in der regionalen Medienlandschaft. In seiner Freizeit ist Andreas ein engagierter Naturschützer und nimmt aktiv an verschiedenen sozialen Projekten teil, was seine enge Verbindung zum Saarland unterstreicht.
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