Am 20. März 2025 ist der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits in seinen 1.120. Tag eingetreten. Trotz internationaler Bemühungen um einen Waffenstillstand gibt es weiterhin heftige Kämpfe und zahlreiche Angriffe auf zivile Infrastruktur. Laut Al Jazeera wurden in der Region Sumy zwei Krankenhäuser durch russische Drohnenangriffe beschädigt. Darüber hinaus gab es einen tragischen Vorfall, bei dem ein 29-jähriger Mann getötet und drei andere bei einem Angriff auf ein Wohngebäude verletzt wurden.

In der Region Kyiv verursachten die Angriffe erheblichen Schaden an mehreren Häusern, während ein 60-jähriger Mann Verletzungen erlitt. In einem weiteren Vorfall berichtete die ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia von zwei Angriffen auf das Stromnetz in Dnipro, was die bereits fragilen Energiesysteme der Ukraine weiter belastet. Der erste Angriff folgte unmittelbar nach einer Ankündigung von Präsident Putin über eine 30-tägige Pause bei Attacken auf die Energieinfrastruktur.

Situation an der Front

Obwohl Erdoğan, ein Verbündeter der Ukraine, zur Stabilität beigetragen hat, bleibt die Lage angespannt. Präsident Zelenskyy erklärte, dass die Angriffe auf die Zivilbevölkerung weiterhin anhalten, und informierte über die Abwehr von 72 der insgesamt 145 russischen Drohnen, die über Nacht gestartet wurden. Die ukrainische Luftabwehr berichtete, dass 56 dieser Drohnen durch elektronische Kriegsführung verloren gingen. Ein weiteres besorgniserregendes Detail ist, dass seit den ersten Gesprächen über einen Waffenstillstand mehr als 1.300 gelenkte Bomben und 66 Langstreckendrohnen auf die Hauptstadt Kyiv abgefeuert wurden.

Russische Militärführungen berichteten von der Zerstörung von 57 ukrainischen Drohnen, 35 davon über der Region Kursk. In einem weiteren Vorfall entzündete ein Angriff in der Region Krasnodar ein kleines Feuer in einem Öldepot. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören auch Vorwürfe Russlands, dass die Ukraine einen Waffenstillstand untergrabe, insbesondere nach Berichten über einen ukrainischen Beschuss, bei dem ein russischer Soldat getötet wurde.

Waffenstillstandsverhandlungen

Inmitten der militärischen Eskalation haben sich die diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand verstärkt. Präsident Trump berichtete von einem konstruktiven Telefonat mit Präsident Zelenskyy, in dem er über Gespräche mit Präsident Putin informierte. Zelenskyy gab an, die Gespräche mit dem US-Präsidenten hätten keinen Druck auf ihn ausgeübt, um Zugeständnisse an Russland zu machen. Ein teilweiser Waffenstillstand scheint in Sicht, nachdem Zelenskyy um zusätzliche Luftverteidigungsunterstützung bat.

Es wird erwartet, dass eine US-Delegation, angeführt von National Security Adviser Mike Waltz, am bevorstehenden Wochenende mit einer russischen Delegation in Saudi-Arabien zusammentreffen wird, um über den Konflikt zu diskutieren. Zelenskyy äußerte zudem Vertrauen in die Unterstützung europäischer Partner und kündigte ein bevorstehendes Treffen mit US-Vertretern an.

Internationale Reaktionen und Militärhilfe

Die internationale Gemeinschaft bleibt in der Krise sehr aufmerksam. Die Bundesregierung in Deutschland plant, 3,3 Milliarden Dollar Militärhilfe für die Ukraine bereitzustellen. Dies erfolgt vor einem Hintergrund, in dem Russland und die Ukraine 372 Soldaten im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zurückgetauscht haben. Russland gab 175 Kriegsgefangene und 22 schwerverletzte Personen frei.

Der Krieg hat massive globale Auswirkungen, wie SWP Berlin berichtet. Er führt zu einer Polarisierung des internationalen Systems und destabilisiert andere Konfliktregionen. Der Westen ist durch militärische und politische Unterstützung für die Ukraine stark involviert, während Russland sich auf Unterstützung aus Ländern wie dem Iran und Nordkorea verlässt. Diese Entwicklungen haben auch tiefgreifende Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssicherheit und die internationalen Energiemärkte, die weiterhin unter Druck stehen.