Kriminalität und JustizRheinland-Pfalz

Whistleblower-Vorwürfe bei Boeing: Anhörung im US-Senat geplant

Boeing-Enthüllungen im US-Senat: Welche Konsequenzen drohen dem Flugzeugbauer?

Der US-Senat wird sich heute mit den Sicherheitsproblemen bei Boeing befassen, insbesondere mit den Qualitätskontrollen im Zusammenhang mit dem Modell 787 „Dreamliner“. Ein Whistleblower, der behauptet, dass Boeing bei der Herstellung des Flugzeugs Fehler toleriert habe, soll vor dem Unterausschuss für Ermittlungen aussagen. Diese angeblichen Fehler könnten die Lebensdauer der Flugzeuge beeinträchtigen, was von Boeing jedoch energisch bestritten wird.

Im Januar entging eine Maschine des Typs 737-9 Max knapp einem Unglück, als im Flug ein Rumpfteil verloren ging. Dies brachte Boeing unter Druck, seine Qualitätskontrollen zu verbessern. Die US-Luftverkehrsaufsicht FAA fordert von Boeing einen detaillierten Plan zur Qualitätsverbesserung und genehmigt vorerst keine Ausweitung der Produktion der 737-Baureihe.

Als Hauptzeuge der Anhörung in Washington tritt Sam Salehpour auf, der früher als Ingenieur bei Boeing an der 787 und der 777 gearbeitet hat. Er gab an, dass bei der 787 zu große Spaltmaße zwischen den Rumpfteilen toleriert wurden, was zu vorzeitigem Verschleiß führen könnte. Boeing bestreitet diese Behauptungen nachdrücklich und betont, dass bei inspizierten Flugzeugen keine Probleme festgestellt wurden.

Ein Zwischenfall Anfang Januar, bei dem ein Rumpfteil aus einer 737-9 Max herausgebrochen ist, führte zu Untersuchungen durch die Unfallermittlungsbehörde NTSB. Infolgedessen wurden alle Maschinen dieses Typs vorübergehend stillgelegt. Die Probleme bei Boeing wirken sich auch auf US-Fluggesellschaften aus, kosten United Airlines beispielsweise 200 Millionen Dollar aufgrund von Flugausfällen der 737-9 Max. Infolgedessen plant die Airline, sich in den Jahren 2026 und 2027 35 Maschinen des Konkurrenten Airbus zu leasen.

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Lebt in Steenfeld und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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