Studierende der Universität Trier haben sich mit der Vorbereitung der Marc Aurel-Landesausstellung beschäftigt, die im kommenden Jahr stattfinden wird. Ihr Ziel ist es, die komplexen Texte des römischen Kaisers in einer verständlichen Form aufzubereiten. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landesmuseum Trier, wo die Ausstellung vom 15. Juni bis 23. November 2025 gezeigt wird. uni-trier.de berichtet, dass insbesondere die „Selbstbetrachtungen“ Marc Aurels im Zentrum der Ausstellung stehen. Diese philosophischen Texte, verfasst zwischen 170 und 180 n. Chr., bestehen aus Dialogen und persönlichen Überlegungen zur Lebensführung.
Marc Aurel, der von 161 bis 180 Kaiser des Römischen Reiches war, thematisierte in seinen Schriften zentrale Fragen der Stoischen Philosophie, wie die Resilienz und den Umgang mit schwierigen Lebenssituationen. Unter der Leitung von Prof. Benedikt Strobel und JProf. Diego De Brasi diskutieren die Studierenden relevante Textstellen und arbeiten daran, die Inhalte zu vereinfachen, um die Philosophie für alle Ausstellungsgäste nachvollziehbar zu machen. Das Projekt wird von Dr. Anne Kurtze und Katharina Ackenheil vom Landesmuseum betreut.
Relevanz der Stoischen Philosophie
Ein zentrales Element von Marc Aurels Werk ist die Definition von „Glück“. Er sieht dies in der Erfüllung der Aufgaben als Vernunft- und Gemeinschaftswesen. Aspekte wie ein guter Umgang mit Mitmenschen, die Akzeptanz des Schicksals und die Freiheit von Affekten stehen im Fokus seiner Philosophie. Diese Themen spiegeln sich in der ganzheitlichen Konzeptentwicklung der Ausstellung wider, die die Besucher einladen soll, über ihre eigenen Lebensweisen nachzudenken. Für die Studierenden ist es eine einzigartige Gelegenheit, die stoischen Konzepte zu erarbeiten und zu präsentieren.
Veranstaltungen während der Ausstellung
Zur Eröffnung der Ausstellung sind verschiedene Veranstaltungen geplant. Am 15. Juni 2025 um 11:00 Uhr findet im Stadtmuseum Simeonstift die Diskussionsveranstaltung „Was ist gute Herrschaft?“ statt. Dieses Event thematisiert die Relevanz von Marc Aurel für Regierende und Philosophen. Direkt im Anschluss um 14:00 Uhr steht die Veranstaltung „Kaiser, Feldherr, Philosoph“ im Rheinischen Landesmuseum auf dem Programm, die auf eine Zeitreise ins Römische Reich des 2. Jahrhunderts einlädt. Am darauf folgenden Tag, dem 16. Juni 2025, wird im Weinkeller der Vereinigten Hospitien Trier eine besondere Weinprobe mit dem Namen „Marc Aurel – Weinprobe“ angeboten.
Zusätzlich werden die Veranstaltungen „Kaiser, Feldherr, Philosoph“ und „Was ist gute Herrschaft?“ am 17. Juni 2025 wiederholt. Dies gibt einer breiteren Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich mit den Themen des römischen Kaisers und Stoikers auseinanderzusetzen. Der kulturelle Kontext wird durch diese Aktivitäten abgerundet und zeigt die langfristige Relevanz von Marc Aurels Lehren in der heutigen Zeit. marc-aurel-trier.de
Marc Aurel, geboren am 26. April 121 n. Chr. in Rom, wird oft als einer der bedeutendsten Vertreter der Stoischen Philosophie angesehen. Er regierte von 161 bis 180 n. Chr. und zeichnete sich durch sein Engagement für Gerechtigkeit und Moral aus. Seinen philosophischen Gedanken, die in seinen „Meditationen“ festgehalten sind, haben einen großen Einfluss auf die westliche Philosophie ausgeübt. Sein Erbe, das auch eine bedeutende Rolle in der Ethik des öffentlichen Dienstes und der persönlichen Tugend spielt, wird in der Ausstellung gewürdigt. onlinephilosophy.org