Die Universität und Hochschule Trier haben heute bekannt gegeben, dass sie 12 junge Frauen bei der Gründung ihrer Unternehmen unterstützen werden. Diese Förderung erfolgt im Rahmen des Bundesprogramms EXIST-Women, das von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, um die Diversität und die Gründungskultur unter Frauen zu stärken. uni-trier.de berichtet, dass eine unabhängige Jury die Stipendiatinnen aus einer Vielzahl von Bewerberinnen ausgewählt hat.

Zu den ausgewählten Stipendiatinnen gehören Olga Kieseleva, Sara Huber, Magdalena Stahl und viele weitere. Diese Teilnehmerinnen profitieren von individuellem Coaching sowie Qualifizierungsmaßnahmen, die durch ein gemeinsames Gründungsbüro angeboten werden. Erfahrene Mentorinnen aus der Wirtschaft stehen den Gründerinnen mit wertvollen Einblicken zur Seite. Zudem umfasst das Stipendium sowohl Sachmittel als auch eine dreimonatige finanzielle Förderung.

Wichtige Aspekte des Programms

Ein entscheidender Fokus des EXIST-Women-Programms liegt auf dem Austausch und dem Networking unter den Stipendiatinnen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt und richtet sich speziell an gründungsinteressierte Frauen, um ihnen eine praxisnahe Begleitung und finanzielle Unterstützung zu bieten. In den letzten Jahren hat sich die Gründerinnenquote auf 25% erhöht, was über dem Bundesdurchschnitt liegt und eine positive Tendenz zeigt, wie exist.de hervorhebt.

Die Bundesregierung verfolgt mit ihrer Start-up-Strategie das Ziel, Gründerinnen zu stärken und eine Diversität in der Gründungslandschaft zu fördern. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem Veranstaltungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote sowie finanzielle Zuschüsse für angehende Gründerinnen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind antragsberechtigt, wenn sie entsprechende Beratungsangebote etabliert oder geplant haben.

Die Notwendigkeit von Veränderungen

Die Förderung von Gründerinnen ist nicht nur eine Frage der Unterstützung, sondern erfordert auch einen tiefgreifenden Wandel in den gesellschaftlichen Strukturen. Eine Studie der KfW diskutiert die Notwendigkeit, Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen im Gründungsprozess zu etablieren. Hierzu ist eine kritische Prüfung institutioneller Hemmnisse erforderlich, wie z.B. das Fehlen passgenauer Betreuungsangebote oder die Auswirkungen des Ehegattensplittings auf Frauen. kfw.de hebt hervor, dass langfristige Maßnahmen auch die Sensibilisierung für Geschlechterstereotypen und die Entwicklung positiver weiblicher Rollenmodelle umfassen sollten.

Zusammenfassend zeigt sich, dass das EXIST-Women-Programm nicht nur einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung im Unternehmertum darstellt, sondern auch eine strategische Maßnahme zur Förderung von Frauen in der Wirtschaft. Die Teilnehmerinnen sind ein Beweis dafür, dass mit der richtigen Unterstützung viel Potenzial in den Gründerinnen steckt.