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Forschungsprojekt startet: Mittelalterliche Handschriften digitalisiert (95 Zeichen)

Geheimnisvolle Schätze der Vergangenheit: Handschriften aus dem Mittelalter in digitaler Form

Am 19. April 2024 wurde in der Universitätsbibliothek Mainz ein bedeutendes Projekt zur Digitalisierung von 462 mittelalterlichen Handschriften aus den Bischofsstädten Speyer, Worms und Mainz gestartet. Finanziell gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 310.000 Euro, sind einzigartige Kulturschätze Teil dieser digitalen Transformation. Die Handschriften werden nicht nur hochwertig digitalisiert, sondern auch erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zudem wird ein Teil der Handschriften erstmalig wissenschaftlich beschrieben.

Die digitalen Medien sollen die 462 Handschriften mit ungefähr 170.000 Seiten für die Zukunft erhalten und archivieren. Das Projekt konzentriert sich auf die mittelalterlichen Buchbestände aus öffentlichen Einrichtungen der genannten Städte. Dies beinhaltet bedeutende Schriften wie das Sakramentar von St. Alban aus dem 9. Jahrhundert sowie die großformatigen Chorbücher der Karmeliter aus dem Mainzer Dom- und Diözesanmuseum. Dieser Schatz an Handschriften, datierend aus verschiedenen Jahrhunderten, wird nun durch die Digitalisierung der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die umfassende Digitalisierung und Bereitstellung der Bilddaten soll die Erforschung übergreifender Fragen der Kultur- und Überlieferungsgeschichte vorantreiben. Das Projekt wird durch die Tiefenerschließung von 39 Handschriften in Speyer und Worms erweitert, bisher wurden diese nur minimal berücksichtigt. Dies beinhaltet die detaillierte Erfassung der Texte sowie die Beschreibung von Geschichte, Schrift, Miniaturen und Zierseiten der Handschrift.

An dem Projekt sind insgesamt 13 Kulturinstitutionen beteiligt, die als Leihgeber fungieren. Unter anderem sind die Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz, die Stadtarchive von Worms und Speyer sowie die Universitätsbibliothek Mainz Teil des Vorhabens. Die Digitalisierung dieser mittelalterlichen Handschriftenbestände hat das Ziel, diese wertvolle historische Information für zukünftige Generationen zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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