KulturPolitikRhein-Pfalz-Kreis

Stadt Essen stoppt Förderung von „Germany’s Ugliest City Tours“ – Politiker kritisieren Entscheidung

Der Kampf um Kunstfreiheit und Realitätsspiegelung in Ludwigshafen

Die Entscheidung der Stadt, die umstrittene Führung „Germany’s Ugliest City Tours“ nicht länger finanziell zu unterstützen, hat Kritik von der Fraktion Vernunft und Gerechtigkeit/Freie Linke (ehemals Linksfraktion) hervorgerufen. Fraktionssprecher Bernhard Wadle-Rohe bezeichnete die Einstellung der Förderung als einen Angriff auf die Kunstfreiheit und eine Missachtung der kritischen Geister und Künstler der Stadt. Einige Mitglieder von CDU und SPD seien sich bewusst über ihre Fehler, darunter selbstverschuldete finanzielle Desaster und städtebauliche Fehlentscheidungen, und befänden sich im fortwährenden Abrissmodus. Die Touren von Helmut van der Buchholz konfrontierten sie mit der Realität, wodurch sie sich unbehaglich fühlten.

Die Forderung nach einem Ende der „Ugliest City Tours“ seitens der Union, besonders auf dem CDU-Kreisparteitag am 11. April, wurde von Kulturdezernentin Cornelia Reifenberg (CDU) nicht länger ignoriert. Alternativangebote wie die „Eisbolletour“ der Stadtmarketinggesellschaft Lukom und die Selbstvermarktungstouren der Ortsvorsteher wurden als Beispiele für die provinzielle Mentalität der Verwaltung und die Verlängerung des Arms der herrschenden Rathausparteien kritisiert. Die Beendigung der Förderung der „Ugliest City Tours“ bedeutet für einen freien Geist den Entzug der verdienten Unterstützung, die bisher jährlich bei 1350 Euro lag.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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