Im Frühsommer kam es in Reichenbach-Steegen zu einem gewaltsamen Tod einer 34-jährigen Frau. Am 16. Juni fand ihr sechs Jahre alter Sohn sie um 7:15 Uhr leblos in der Wohnung vor und alarmierte die Polizei, indem er meldete, seine Mutter lasse sich nicht aufwecken. In der Folge übernahm das Jugendamt die Betreuung des Kindes.

Der Vater des Jungen, ein 52-jähriger US-Amerikaner, geriet schnell in den Verdacht, die Frau getötet zu haben. Er lebte getrennt von der Familie und war aufgrund einer Gewaltschutzverfügung, die am 4. Juni erlassen wurde, aus der ehelichen Wohnung ausgezogen. Noch am Abend des Tatstags wurde er in seiner Wohnung in Rutsweiler festgenommen; dabei leistete er keinen Widerstand und schwieg zu den Vorwürfen.

Vorwürfe und Geständnis

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Verdächtige die Frau durch „Gewalt gegen den Hals“ tötete. Im November gestand der Angeklagte, über seinen Verteidiger vor Gericht, in die Wohnung eingedrungen zu sein, um eine Versöhnung zu erreichen. Ihm wurde jedoch der Umgang mit seinem Sohn verweigert, was zu einem Streit führte, in dessen Verlauf er die Beherrschung verlor und die Frau erwürgte. Der Prozess, der vor dem Landgericht Kaiserslautern anstand, endete zügig mit einer Verurteilung wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft.

Rund vier Monate nach dem Vorfall erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 53-Jährigen. Die Ermittlungen ergaben, dass die Tat aus der zerbrochenen Beziehung heraus motiviert war. Der Mann hatte sich Zugang zur ehemals gemeinsamen Wohnung verschafft, wo die Leiche seiner Frau dann entdeckt wurde. Nachdem er sich widerstandslos hatte festnehmen lassen, sitzt er seitdem in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Der genaue Beginn des Prozesses steht aktuell noch aus, wie rpr1.de berichtete.

Diese tragischen Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen in familiären Spannungsfeldern und die Notwendigkeit von wirksamen Schutzmechanismen für bedrohte Angehörige.