Am Donnerstag, den 13. März, findet in Rheinland-Pfalz der erste landesweite Warntag statt, an dem sich auch die Stadt Pirmasens aktiv beteiligen wird. Dieser Aktion der Landesregierung und Kommunen liegt das Ziel zugrunde, die Bevölkerung für Gefahrenlagen zu sensibilisieren und die Bedeutung der Warnmittel zu verdeutlichen. Der Warntag wird jährlich am zweiten Donnerstag im März durchgeführt, um die Bürger auf die Wichtigkeit zeitgerechter Warnungen hinzuweisen.
Die Warnung der Bevölkerung erfolgt über unterschiedliche Medienkanäle. Neben traditionellen Mitteln wie Radio und Fernsehen setzt man zunehmend auf moderne Systeme, die die alten Sirenen aus Zeiten des Luftschutzes ersetzen. In Pirmasens sind das unter anderem die Katwarn-App und die Möglichkeit von Lautsprecherdurchsagen. Zusätzlich wird ein Probealarm am Donnerstag um 10 Uhr durch das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz ausgelöst.
Vielfältige Warnsysteme
Die Nutzung von Cell-Broadcast ermöglicht es, Warnnachrichten direkt und ohne spezielle Apps an Mobiltelefone zu senden. In einer Meldung heißt es, dass über 4800 Nutzer in Pirmasens die Katwarn-App abonniert haben. Diese App sendet ortsgenaue Warnungen bei Gefahren wie Großbränden, Chemieunfällen oder Bombenfunden. Um diese Benachrichtigungen aktiv zu erhalten, muss die Schutzengelfunktion in der App aktiviert werden. Darüber hinaus ist Katwarn auch per SMS oder E-Mail für definierte Postleitzahlengebiete verfügbar.
Besonders in Fehrbach wird die Bevölkerung gebeten, Rückmeldungen zur Hörbarkeit der Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr zu geben. Austausch und Feedback sind entscheidend, um die Wirksamkeit der Warnsysteme kontinuierlich zu verbessern.
Rolle des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) spielt eine zentrale Rolle im Krisenmanagement. Es entwickelt konzeptionelle Grundlagen weiter und evaluiert realistische Schadensereignisse sowie durchgeführte Übungen. Ziel ist es, die Verfahren im Krisenmanagement kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen. Die Serviceangebote umfassen unter anderem Beratung und die Ausbildung in Krisenmanagement an der Bundesskademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung.
Ein effektives Krisenmanagement erfordert ein starkes Netzwerk von staatlichen und privaten Akteuren. Das BBK fungiert als Moderator, um den Austausch zwischen Bund, Ländern, Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. Insbesondere die Übungsserie LÜKEX bietet die Möglichkeit zur Vernetzung und Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten im behördenübergreifenden Informationsaustausch während Krisen.
Für weitere Informationen über den Warntag und die Warnmöglichkeiten bietet die Rheinpfalz umfassende Details. Auch auf der Webseite des BBK finden Interessierte weiterführende Informationen, insbesondere zu den Grundlagen des Krisenmanagements.