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Neue Regelung: Stadt Mainz übernimmt Schulbuchausleihe ab Juli

Chaos beseitigt: Stadt Mainz übernimmt Schulbuchausleihe selbst

Die Stadt Mainz hat beschlossen, die Schulbuchausleihe selbst zu organisieren, nachdem der bisherige Dienstleister Hugendubel den Vertrag mit der Stadt gekündigt hat. Infolgedessen warteten viele Schüler monatelang vergeblich auf ihre Schulbücher, da Hugendubel offenbar überfordert war und zu wenig Mitarbeiter beschäftigte. Die Situation eskalierte nach Berichterstattung durch den SWR im vergangenen September. Die neue Regelung sieht vor, dass jede Schule ab Juli ihre Bücher direkt bei Buchhandlungen bestellen kann, ohne dass die Bestellungen zuvor gebündelt werden.

Um die Schulen bei der Bestellung und der Auswahl geeigneter Buchhandlungen zu unterstützen, hat die Stadt Mainz zwei Mitarbeiter im Schulamt eingesetzt. Zusätzlich sollen 21 Saisonkräfte befristet von Juli bis September angestellt werden, um die Bearbeitung der Bücher und deren Verteilung an die Schulen zu gewährleisten. Diese Kräfte erhalten mindestens 2.700 Euro pro Monat. Die Stadt hat betont, dass sie sich von dieser Neuregelung eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erhofft.

Die Opposition im Mainzer Stadtrat sowie besorgte Eltern verfolgen die Entwicklungen bei der Schulbuchausleihe aufmerksam. Die CDU-Stadträtin Claudia Siebner warnte eindringlich davor, dass sich das Chaos aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholen dürfe. Daher setzt die Stadt Mainz große Hoffnungen in die neue Organisation der Schulbuchausleihe, um eine reibungslose Verteilung der Bücher sicherzustellen.

Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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