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Busfahrerstreik in Rheinland-Pfalz: Tarifkonflikt spitzt sich zu

Die Eskalation des Konflikts: Neue Forderungen und drohende Folgen

In Rheinland-Pfalz wird mit dem Start einer weiteren Streikaktion im privaten Busgewerbe ein neuer Tarifkonflikt aufgerollt. Der angekündigte mehrtägige Streik beginnt mit der Frühschicht am Montag und soll bis zum kommenden Sonntag andauern. Verdi, die Gewerkschaft hinter dem Streik, erwartet weitreichende Auswirkungen auf den Verkehr im gesamten Land, einschließlich des Schülerverkehrs.

Betroffen von dem Streik sind verschiedene Busunternehmen wie die DB Regio Bus Mitte GmbH, die DB Regio Bus Rhein-Mosel GmbH, die Koblenzer Verkehrsbetriebe, die Moselbahn, der Stadtbus Zweibrücken und die Nahverkehrsbetriebe Birkenfeld. Auch Mainz wird von der Streikaktion betroffen sein, wie die Mainzer Mobilität bestätigte.

Verdi kritisiert die Arbeitgeberseite und gibt an, dass die VAV Rheinland-Pfalz das Ultimatum der Gewerkschaft unbeantwortet gelassen habe. Die Gewerkschaft fordert eine reale Erhöhung der Löhne im Einklang mit der Inflation. Die Arbeitgeber argumentieren hingegen mit langfristigen Verkehrsverträgen mit den Kommunen, die nur begrenzte Spielräume für Verhandlungen über Lohnanpassungen vorsehen.

Die VAV-Geschäftsführung betont die Notwendigkeit eines runden Tisches, an dem neben den Tarifparteien auch Vertreter des Landes und der Schülerschaft teilnehmen sollten. Die Forderungen von Verdi nach höheren Löhnen für ÖPNV-Fahrer sowie besseren Bedingungen für andere Beschäftigtengruppen im Busgewerbe spiegeln den festgefahrenen Status des Tarifkonflikts wider. Die Aussicht auf einen flexibleren Ausgleich der Personalkosten durch einen öffentlich finanzierten ÖPNV-Index wird laut Arbeitgeberseite frühestens im Jahr 2026 realistisch.

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