Mit einem abwechslungsreichen Programm feiert der Obergermanisch-Raetische Limes sein 20-jähriges Bestehen als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Feierlichkeiten beginnen am 29. März am Limestor in Rainau-Dalkingen, wo sich Kulturevents und historische Erkundungen für Jung und Alt vereinen. Der Limes, der sich über 550 Kilometer zwischen Rhein und Donau erstreckt, gilt als das längste archäologische Bodendenkmal Europas und ist ein eindrucksvolles Zeugnis römischer Geschichte, das seit 2005 zum Weltkulturerbe gehört.
Die Aktivitäten rund um dieses Jubiläum umfassen historische Führungen mit dem Limes-Cicerone Markus Schmid. An verschiedenen Terminen, darunter dem 6. April und 4. Mai, können Besucher die römische Vergangenheit hautnah erleben. Weitere spezielle Themenführungen werden am 18. Mai und 14. September angeboten. Höhepunkte sind unter anderem die Spurensuche mit einem römischen Legionär am 11. August, der Jahrestag eines antiken Feldzuges, sowie eine Nachtpatrouille im Fackelschein am 17. Oktober.
Vielfältige Veranstaltungen für alle Altersgruppen
Die besonderen Ereignisse erstrecken sich auch auf das jüngere Publikum. Im Rahmen des Ferienprogramms „Junge Antike“ können Kinder am 16. April Fragen zur römischen Pizza stellen oder am 18. Juni mit Griffel und Wachstafel schreiben. Kreatives Schaffen wird im August mit einer Antiken Lederwerkstatt und dem Erstellen von Mosaiken nach römischen Vorbildern gefördert. Außerdem gibt es am 29. Oktober eine Aktion zum Feuermachen mit Feuerstein und Zunder.
Der Ostalb-Limestag am 4. Mai bietet interaktive Mitmachstationen und der Internationale Museumstag am 18. Mai wird mit der Römergruppe VEX LEG VIII AUG gefeiert, die das Thema „farbige Antike“ behandelt. Am 27. Juli präsentiert die Alamannengruppe Raetovierer das Leben jenseits des Limes.
Historische Einblicke und kulinarische Erlebnisse
Zu den weiteren Veranstaltungen gehören Märchenabende, Vorträge über das Leben in der Antike sowie Whisky- und Weinverkostungen. Am 9. Oktober wird Dr. Jennifer Schamper einen Vortrag über den Limesabschnitt in Rheinland-Pfalz halten, gefolgt von Dr. Claudia Braun, die über die rebellische Archäologin Harriet Boyd Hawes referieren wird. Alle Programme sind in Flyern erhältlich und können auch online abgerufen werden. Eine Anmeldung ist für einige Aktionen erforderlich, die Kontaktdaten des Landratsamtes sind dafür unter (07361) 503-1315 zu erreichen.
Die Einhaltung der UNESCO-Kriterien für das Weltkulturerbe spiegelt sich in der Bedeutung des Limes wider. Er ist ein hervorragendes Beispiel einer überlieferten menschlichen Siedlungsform und verdeutlicht die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt. Der Limes, erbaut um 160 n. Chr. und später von den Römern verlassen, bleibt ein bedeutender Teil der kulturellen Identität der Region, und die Feierlichkeiten bieten eine ideale Gelegenheit, seine Geschichte und Bedeutung näher kennenzulernen.
Für weitere Informationen über den Limes und die bevorstehenden Veranstaltungen sei auf die Berichte von Schwäbische Post, Hohenloher Perlen und Welterbetour verwiesen.