Uschi Glas, die im deutschen Film und Fernsehen als Ikone gilt, schaut auf eine beeindruckende Karriere zurück. Die 80-Jährige, die 1966 durch die Rolle der Apanatschi in „Winnetou und das Halbblut Apanatschi“ berühmt wurde, hat ihren Platz in der deutschen Unterhaltungslandschaft gefestigt. Bei ihrem Aufstieg in der Filmbranche begegnete sie Herausforderungen, die ihren Werdegang prägten und sie in ihrer Entschlossenheit bestärkten.

In einem jüngst veröffentlichten Podcast mit dem Titel „Nahaufnahme“ gibt Glas tiefere Einblicke in ihre Kindheit in Landau an der Isar. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen als jüngstes von vier Kindern, war ihre Familie stark geprägt von socialdemokratischen Werten. Ihr Vater, der in der Hans Glas GmbH arbeitete, hatte wenig Verständnis für ihre Interessen. So war sein striktes Unverständnis für das Tennisspielen seiner Tochter ein ständiger Dorn im Auge. Diese Vorurteile begründete er mit der Auffassung, sportliche Betätigungen wie das Tennisspielen seien „lächerlich“.

Kindheit und Einfluss der Familie

Uschi Glas erlebte in ihrer Kindheit auch Ausgrenzung. Ihr dunkler Teint und die charakteristischen schwarzen Locken machten sie zur Zielscheibe von Hänseleien durch andere Kinder. Dennoch ließ sie sich von diesen Rückschlägen nicht entmutigen und verfolgte unermüdlich ihre Ziele. Noch heute, im Alter von 80 Jahren, denkt sie nicht an eine Schauspielrente. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und umfasst zahlreiche Filme und Fernsehserien, in denen sie von der Hauptdarstellerin in „Polizeiinspektion 1“ bis zu komödiantischen Rollen in den „Fack ju Göhte“-Filmen zu sehen war.

Die Schauspielerin wurde nicht nur für ihr schauspielerisches Talent bekannt, sondern auch für ihr soziales Engagement. Uschi Glas ist Gründerin des wohltätigen Vereins „brotZeit“ und engagiert sich intensiv für soziale Belange, besonders im Bereich der Förderung von Schulkinder und gegen Blutkrebs. Ihre Kinder hingegen wussten lange Zeit nicht, welche bedeutende Karriere ihre Mutter tatsächlich verfolgte. „Ich wollte zuhause nur die Mama sein“, so Glas über ihre Rolle als Mutter, die sie als die wichtigste in ihrem Leben betrachtet.

Karriere und persönliche Werte

Als Film-Ikone ist Uschi Glas nicht nur in der Branche respektiert, sondern auch die Öffentlichkeit hat ihre Leistungen hoch geschätzt. Trotz ihrer Erfolge hat sie wenig Interesse an Preisverleihungen und Ehrungen. Sie sieht solche Events eher als Teil ihres Berufs. Bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises kniete Ministerpräsident Markus Söder vor ihr, was die Popularität und den Respekt zeigt, den sie in der Branche genießt.

Trotz der glamourösen Welt des Showgeschäfts bleibt Glas auf dem Boden. „Ich trage privat keine aufwendigen Roben“, erzählt sie über ihren Alltag. Ihre Awards bewahrt sie in einem Büro, das nur sie und gelegentlich ihr Mann betreten. Diese bescheidene Haltung macht sie zu einer authentischen und nahbaren Persönlichkeit, die trotz aller Erfolge demütig bleibt. In ihrer Autobiographie „Mit einem Lächeln“ bietet sie Einblicke in ihr Leben und die Herausforderungen, die sie überwunden hat, um dorthin zu gelangen, wo sie heute ist.

Uschi Glas ist nicht nur eine talentierte Schauspielerin, sondern auch ein Beispiel für Stärke und Entschlossenheit. Auch wenn der Druck des Showgeschäfts groß ist, bleibt sie ihrer Linie treu und setzt sich weiterhin für soziale Anliegen ein, die ihr am Herzen liegen.

Für mehr Informationen zu ihrer beeindruckenden Karriere und persönlichen Einblicken besuchen Sie die Berichterstattung von Merkur, Wikipedia sowie die Abendzeitung.