Die Diskussion über den Bau eines Solarparks auf Vinninger Gebiet in Richtung Kröppen hat in der letzten Sitzung des Vinninger Gemeinderats hohe Wellen geschlagen. Der Projektleiter André Luh vom Unternehmen Prokon stellte ein ambitioniertes Vorhaben vor. Geplant ist eine Photovoltaikanlage, die auf einer Fläche von fünf Hektar errichtet werden soll und eine jährliche Stromproduktion von etwa 4,2 Millionen Kilowattstunden verspricht. Dies entspricht einer potenziellen Einsparung von fast 3000 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Jahr 2026 vorgesehen, wie Rheinpfalz berichtet.

Trotz der positiven Aspekte äußerten einige Gemeinderatsmitglieder Bedenken. Tobias Frenzel warnte aufgrund der geplanten Bebauung von 45.000 Quadratmetern mit Solarmodulen. Ortsbürgermeister Willy Diemert bemerkte, dass der Vortrag des Projektleiters mehr Fragen aufwarf, als er beantwortete, und der Beschluss zur Realisierung des Projekts consequently vertagt wurde. Der Bürgermeister stellte auch fest, dass ähnliche Projekte in anderen Gemeinden positive Erfahrungen gebracht hatten.

Finanzielle Anreize für die Gemeinde

Die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an der Anlage würde sich auf 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde belaufen, was etwa 8500 Euro pro Jahr ausmachen würde. Zudem würden 90% der Gewerbesteuereinnahmen in der Gemeinde verbleiben, was die wirtschaftlichen Vorteile des Projekts untermauert. Kämmerer Daniel Goedel stellte klar, dass die Gemeinde keine Einnahmeprobleme hat, sondern hohe Abgaben an Kreis und Verbandsgemeinde leisten muss. Die Prognose sieht vor, dass die Gemeinde bis zum Jahr 2032 schuldenfrei sein könnte.

Zusätzlich zu dem Solarpark plant die Gemeinde eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie, die mit einem Budget von 270.000 Euro realisiert werden soll, wovon etwa 54.000 Euro durch Zuwendungen finanziert werden könnten. Für die Küche der Kita sind im Haushalt 2023 bereits 19.000 Euro eingeplant.

Ein Blick auf die Energiewende

Die Diskussion um den Solarpark in Vinningen ist Teil einer größeren Entwicklung in Deutschland, die sich mit dem Ausbau erneuerbarer Energien beschäftigt. Laut dem Umweltbundesamt wurde im Jahr 2024 bereits 22,4% des deutschen Bruttoendenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt. Im Stromsektor betrug der Anteil 54,4%, wobei die Photovoltaik 74,1 Mrd. kWh zur Stromerzeugung beitrug.

Die Energiewende ist entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen und um den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren. Erneuerbare Energien vermiedene im Jahr 2024 etwa 256 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Diese Entwicklung wird auch von lokalem Engagement, wie dem geplanten Solarpark in Vinningen, getragen, das nicht nur die Energieversorgung diversifiziert, sondern auch positive wirtschaftliche Effekte für die Gemeinden haben kann.