Thomas Anders, bekannt als Teil des ikonischen Pop-Duos Modern Talking, hat erneut in den Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht. Am 15. März 2025 war er zu Gast in der RTL-Sendung „Gala“, wo es um seine aktuellen Projekte ging. Im Rahmen des Interviews stellte Moderatorin Annika Lau ihm einen Test, um seine Erinnerungen an die Musik von Modern Talking zu prüfen. In einem Moment der Verwirrung erkannte Anders zwar den ersten Song korrekt, doch beim zweiten schien er zunächst „Cheri Cheri Lady“ im Kopf zu haben, bevor ihm klar wurde, dass es sich um „Geronimo’s Cadillac“ von 1986 handelte, was die Zuschauer überrascht hat. Dies zeigt, dass selbst ein Künstler, dessen Namen eng mit den Hits der 80er Jahre verbunden ist, nicht immer an alles erinnert.
Die Neuaufnahme aller sechs Alben von Modern Talking unter dem Titel „THOMAS ANDERS sings MODERN TALKING“ ist eine Hommage an sein musikalisches Erbe. Anders hat die Songs an den modernen Musikgeschmack angepasst, wobei er eine Mischung aus analogen Klängen und neueren Soundelementen präsentiert. Dies wurde auch maßgeblich durch die Inspiration von Künstlerinnen wie Taylor Swift angestoßen, die in den letzten Jahren ihre frühen Werke neu interpretiert hat.
Trennung und neue Wege
Die Entscheidung, diese Neuaufnahmen ohne Dieter Bohlen zu erstellen, ist nicht unbedenklich. Bohlen, mit dem Anders in den 80er Jahren zusammenarbeitete und der maßgeblich am Erfolg von Modern Talking beteiligt war, lehnte eine Anfrage zur Mitwirkung ab. Anders zeigt sich betrübt über diese Trennung und bestätigt, dass er seit vielen Jahren nicht mehr mit Bohlen gesprochen hat. Die beiden, die 2003 ihre Zusammenarbeit beendeten, sind nun getrennte Wege gegangen, was Anders zufolge seinen eigenen künstlerischen Ausdruck gefördert hat.
Mit Blick auf die neuen Veröffentlichungen ist das erste Album, „The 1st Album“, am Freitag erschienen und enthält unter anderem die Neuauflage des Klassikers „You’re my heart, you’re my soul“. Anders hat sicherlich jedem Song seine persönliche Note verliehen, indem er sie mit dem Zusatz „Thomas‘ Version“ versieht, was dem Ganzen einen modernen Twist verleiht.
Persönliche Reflexion und Blick in die Zukunft
Thomas Anders, der heute 62 Jahre alt ist und in Koblenz lebt, nutzt diese Gelegenheit nicht nur, um seine Hits neu zu interpretieren, sondern auch, um seiner eigenen musikalischen Identität Rechnung zu tragen. Er äußerte in einem Interview, dass er einige Titel von Modern Talking nicht mehr präsent hatte, was darauf hindeutet, dass er sich nicht regelmäßig mit seinen früheren Alben beschäftigt. Dies könnte auch erklären, warum ihm der ein oder andere Song entglitten ist.
Anders hat betont, dass er weiterhin aktiv Musik machen möchte, solange es seine Gesundheit erlaubt. Diese Leidenschaft für die Musik wird am besten durch die Worte geäußert, dass es ihm einfacher fällt, alleine zu singen, da er somit nur für sich verantwortlich ist. Er möchte der Musik von Modern Talking die Ehre erweisen, da diese entscheidend für seine Karriere war und sein Leben nachhaltig verändert hat.
Insgesamt bietet Thomas Anders ein authentisches Bild eines Künstlers, der trotz der Herausforderungen und Veränderungen in seiner Karriere, beständig an seinem musikalischen Erbe arbeitet und sich stetig weiterentwickelt.