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Stadt Kaiserslautern ohne Dienstleister für Schulbuchausleihe

Stadtrat diskutiert Schulbuchausleihe: Welche Lösungen gibt es für das Problem in Kaiserslautern?

Am kommenden Montag wird sich der Stadtrat von Kaiserslautern mit dem bedeutsamen Thema der Schulbuchausleihe befassen. Ein Antrag der FDP-Fraktion hat diesen Punkt auf die Tagesordnung gesetzt, da die Großbuchhandlung Thalia entschieden hat, sich nicht länger um diesen Prozess zu kümmern. Die Stadt steht somit vor einer großen Herausforderung, da unklar ist, wer nun die Bücher verpackt und nach den Sommerferien an die Schulen liefert, damit sie dort den Schülern ausgehändigt werden können.

Die Entscheidung von Thalia, die Schulbuchausleihe nicht mehr abzuwickeln, basiert unter anderem auf verzögerten Lieferungen und einem erheblichen Organisationsaufwand. Ein zentrales Problem ist die Vielzahl unterschiedlicher Lieferanten, von denen die gleichen Bücher stammen. Dies führt häufig dazu, dass Bestellungen gesammelt werden, um höhere Rabatte zu erhalten, was wiederum zu Lieferverzögerungen führt. Stephanie Eichhorn, Filialleiterin von Thalia-Kaiserslautern, betont zudem, dass die Mitarbeiter nun das gesamte Jahr über mit der Schulbuchausleihe beschäftigt sind, obwohl es früher ein saisonales Geschäft war – ein Aufwand, den das Unternehmen nicht mehr stemmen kann.

Die Schwierigkeiten im vergangenen Jahr bei der Schulbuchausleihe sind ebenfalls erwähnenswert. Neue Formalitäten und ihre Umsetzung führten dazu, dass erst im Herbst alle Schüler*innen ihre Bücher erhielten. Aufgrund einer Bestellsumme von über 215.000 Euro mussten die Aufträge gemäß einer neuen Regelung europaweit ausgeschrieben werden. Dies führte dazu, dass regionale Buchhandlungen benachteiligt wurden, während bundesweit tätige Händler den Zuschlag erhielten. Die FDP-Fraktion macht in diesem Zusammenhang der Stadtverwaltung schwere Vorwürfe und betont, dass die Probleme vermieden worden wären, wenn das Auftragsvolumen aufgeteilt worden wäre, um unterhalb der Grenze für eine europaweite Ausschreibung zu bleiben.

Bislang hat die Stadt Kaiserslautern noch keinen neuen Dienstleister für die Schulbuchausleihe gefunden. Die europaweite Ausschreibung erzielte keine Ergebnisse, weshalb ein Dienstleister im Rahmen einer Verhandlungsvergabe gesucht wird, die bis Ende des Monats läuft. Zudem haben die örtlichen Buchhandlungen „Blaue Blume“ und „Uni-Buch“ angekündigt, die Schulbuchausleihe nicht übernehmen zu wollen, da die Anforderungen der Stadt in ihren Augen unrealistisch sind und sich die Tätigkeit nicht rentiert.ibNameOrNilipub失败

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