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Diskussionsrunde zum Nahost-Konflikt abgesagt: Steinmeiers Entschluss im Fokus

Steinmeier cancelt Diskussionsrunde zum Nahost-Krieg - Kontroverse um Teilnehmerauswahl

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine geplante Diskussionsrunde im Schloss Bellevue zum Nahost-Krieg abgesagt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Wie sprechen wir über den Krieg in Nahost?“ sollte in der kommenden Woche stattfinden und prominente Gäste wie der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel, sowie der Journalist Tilo Jung und die Expertin für deutsch-israelische Beziehungen, Melody Sucharewicz, umfassen. Steinmeier plante, eine Rede zu halten und im Anschluss mit den geladenen Gästen zu diskutieren.

Die Absage des Runden Tisches erfolgte nach Kritik an der Auswahl der Teilnehmer. Es wurde bemängelt, dass keine palästinensische Stimme eingeladen worden war. In einer Erklärung des Bundespräsidialamts wurde die Entscheidung zur Absage damit begründet, dass die Veranstaltung in der aktuellen angespannten Lage dem Ziel, den gesellschaftlichen Frieden zu stärken, nicht dienen würde.

Seit dem Beginn des Konflikts im Nahen Osten hat Bundespräsident Steinmeier mehrere Runde Tische initiiert, um gegen Antisemitismus, Hass und Gewalt anzutreten, Raum für den Schmerz aller Seiten zu schaffen, Dialoge zu ermöglichen und den gesellschaftlichen Frieden zu fördern. Diese Veranstaltungen waren darauf ausgelegt, Gesprächspartner mit unterschiedlichen Positionen, Perspektiven und Hintergründen einzubeziehen.

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Lebt in Steenfeld und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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