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Netzausbau-Fortschritt: Amprion plant milliardenschwere Investitionen

Netzbetreiber in finanzieller Notlage: Warum eine Entgelterhöhung unvermeidlich ist

Die Bundesregierung hat Milliarden investiert, um den Netzausbau voranzutreiben. Amprion, ein Übertragungsnetzbetreiber aus Dortmund, konnte im vergangenen Jahr eine Rekordinvestition von fast drei Milliarden Euro verzeichnen. Diese Investitionen sollen bis 2028 auf insgesamt 27,5 Milliarden Euro für den Aus- und Umbau des Übertragungsnetzes ansteigen. Dr. Hans-Jürgen Brick, CEO der Amprion GmbH, betonte, dass die gesetzlichen Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus tatsächlich Wirkung zeigen.

Ein zentrales Projekt von Amprion ist die Gleichstromverbindung A-Nord, die bereits ein Jahr früher als geplant gestartet ist. Diese Verbindung soll Strom von den Offshore-Windparks in der Nordsee ins Rheinland transportieren und eine Leistung von zwei Gigawatt bereitstellen. In Kombination mit dem Projekt Ultranet wird A-Nord dazu beitragen, große Mengen grünen Stroms in den Westen Deutschlands zu bringen.

Amprion hat kürzlich angekündigt, seine Entgelte zu verdoppeln, da der Zuschuss des Bundes wegen der Haushaltskrise entfallen ist. Die Kosten für den Endverbraucher steigen weiter an, und der Netzbetreiber fordert deshalb eine Entlastung der Verbraucher. Amprion schlägt vor, die Kosten für das Engpassmanagement aus den Netzentgelten zu entfernen und stattdessen den Erlösen des Klima- und Transformationsfonds zuzuweisen. Dieser Schritt könnte die Netzentgelte erheblich senken und Wirtschaft sowie Verbraucher entlasten.

Die steigenden Kosten im Energiesektor führen zu höheren Strompreisen. Laut einer Studie könnten die Stromkosten bis 2040 weiter steigen. Verschiedene Lösungsansätze werden diskutiert, darunter die kostenlose Nutzung der Netze nach einer möglichen Verstaatlichung oder eine Reform der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Kosten gerechter zu verteilen und letztendlich zu einer Entlastung der Verbraucher führen.

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