Das F-Festival, das in diesem Jahr unter dem Motto „F for Fuck the Patriarchy“ steht, hat am 3. März 2025 im Ballhaus Prinzenallee sein drittes Kapitel eröffnet. Die Veranstaltung, die bis zum 9. März läuft, zielt darauf ab, patriarchale Narrative im Theater zu durchbrechen und Raum für feministische, queere und intersektionale Stimmen zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die „Booty Therapy Party“ von Maïmouna Coulibaly, die Tanz, Stand-up-Comedy und politische Talks mit dekolonialen Perspektiven vereint. [Tagesspiegel] berichtet, dass das Festival anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März ins Leben gerufen wurde.

Das Programm des Festivals umfasst ein breites Spektrum an Darbietungen, darunter Theateraufführungen, Workshops, Panels und Lesungen. Die teilnehmenden Künstler:innen bringen unterschiedliche Perspektiven in ihren Arbeiten zum Ausdruck. Zu den Höhepunkten zählen die Tanzperformance „Collapsing Beautifully“ von Martha Kröger, die das Thema weiblicher Erinnerung behandelt, sowie das Theaterstück „Allmacht“, das patriarchale Strukturen im Weltraumtourismus kritisiert.

Ziele und Inhalte des Festivals

Das F-Festival setzt sich aktiv dafür ein, einen sicheren Raum für publikumsnahe Diskussionen zu bieten. Dabei wird speziell die FLINTA*-Gemeinschaft angesprochen, um die Sichtbarkeit und das Empowerment von weiblich gelesenen, nicht-binären und trans Künstler:innen zu fördern. Neben Choreografien und Solo-Performances bietet das Festival auch Workshops an, wie etwa „The Personal is Political: Feminist Practices of Working with Diaries“, um Teilnehmende dazu zu ermutigen, aktiv an den Diskursen teilzunehmen. [Rausgegangen]

Eines der zentralen Themen des Festivals ist die Thematisierung des weiblichen Körpers als Politikum. In verschiedenen künstlerischen Darstellungen wird der Blick auf Sexualität, Gewalt und intersektionale Diskriminierung gelenkt. Publikum und Künstler:innen sind eingeladen, zu diesem kritischen Dialog beizutragen. Der Abend wird mit einem moderierten Panel eingeleitet, an dem unter anderem die Fotografin Caro Gugu und DJ Iree Star teilnehmen. In Anlehnung an Zitate von Bell Hooks werden die Themen Sichtbarkeit und Geschlechterbinarität diskutiert.

Eine Feier der Körper und Identitäten

Besonders auffällig sind die energiegeladenen Tanzeinlagen und die Burlesque-Performance von Juliette Dragon, die begeisterte Reaktionen im Publikum hervorrufen. Bei dieser Art von Interaktion zeigt sich auch der Gedanke des Empowerments durch Körperlichkeit: Maïmouna Coulibaly beendet den Abend oberkörperfrei, was als Normalität für sie empfunden wird. Diese Ausdrucksform unterstreicht die Herausforderung der Sexualisierung des weiblichen Körpers.

Im Laufe des Abends ziehen immer mehr Zuschauer:innen ihre Oberteile und BHs aus, was den gestärkten Gemeinschaftssinn betont. Künstler:innen zeigen nicht nur ihre Körper, sondern teilen auch ihre Visionen für eine feministischere Welt, was den Fokus des Festivals auf die Rückeroberung der eigenen Körperlichkeit und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen verdeutlicht. [KUMA]

Im gesamten Festival wird deutlich, dass feministische Positionen nicht nur in der Kunst, sondern ebenso in den Lebensweisen der Teilnehmenden wirksam sind. Sie stellen wichtige Fragen und hinterfragen bestehende Machtverhältnisse, was für eine lebendige und provokante Auseinandersetzung sorgt.

Die Ticketpreise für das Festival variieren zwischen 10 und 15 Euro, und die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag in den Abendstunden sowie am Sonntag nachmittags. Mit einem abwechslungsreichen Programm und kreativen Formaten lädt das F-Festival alle ein, Teil dieser wichtigen Diskussion und Feier der Vielfalt zu werden.