In Europa haben Rentenreformen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders in Frankreich wurde das Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre angehoben, trotz massiven Widerstands von der Bevölkerung und landesweiten Streiks. Diese Reform, die 2023 beschlossen wurde, verlangt von den Franzosen, nun 43 Jahre in das Rentensystem einzuzahlen, um volle Rentenansprüche zu erhalten. Ansonsten müssen sie bis 67 Jahre arbeiten [Tagesschau] berichtet, dass ….

Das Thema der Altersgrenzen ist nicht nur in Frankreich brisant. In Deutschland gilt für die Geburtsjahrgänge ab 1964 ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren. Zuvor erfolgt eine stufenweise Anhebung für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963. Wer früher ohne Abschläge in Rente gehen möchte, benötigt dafür 45 Arbeitsjahre. Die Regelung für eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren gilt zudem nur für Versicherte, die vor 1953 geboren wurden.

Rentenalter im europäischen Vergleich

Im EU-Vergleich sind die Deutschen im Durchschnitt mit knapp 66 Jahren im Ruhestand. Die Altersgrenzen variieren jedoch stark zwischen den Ländern. So arbeiten die Niederländer und Dänen bis knapp 67 Jahre, während Spaniens Rentner im Durchschnitt mit 65 Jahren in Rente gehen. In Österreich haben Männer ein Regelpensionsalter von 65 Jahren und Frauen von 61 Jahren, mit einer schrittweisen Erhöhung auf 65 Jahre bis 2033. In Italien wurde das gesetzliche Rentenalter ebenfalls auf 67 Jahre angehoben, jedoch gehen viele Italiener im Durchschnitt bereits mit 62 Jahren in Rente, oft mit vollen Bezügen. In Griechenland und Luxemburg ist ein Renteneintritt bereits mit 62 Jahren möglich [Tagesschau] berichtet, dass ….

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Entwicklung in Dänemark, wo das Rentenalter mit dem Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt und aktuell bei 67 Jahren liegt. Laut Prognosen soll es bis 2040 auf 70 Jahre steigen. In Österreich zahlen zudem alle, auch Selbständige und Politiker, in die gesetzliche Rentenversicherung ein, wobei die Rentenbeiträge bei 22,8 Prozent liegen, während sie in Deutschland bei 18,6 Prozent liegen.

Rentenfinanzierung und -aussichten

Die Rentenausgaben in Deutschland betragen 12,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und liegen damit einen Prozentpunkt unter dem EU-Durchschnitt. Trotz eines hohen Anteils älterer Menschen sind die Rentenausgaben im internationalen Vergleich moderat. Diese umfassen nicht nur Altersrenten, sondern auch Hinterbliebenenrenten, Erwerbsminderungsrenten und Unfallrenten aus gesetzlichen Sicherungssystemen. Die Renten in Deutschland werden an die Lohnentwicklung angepasst, wodurch Rentner an den Wohlstandsgewinnen der Gesellschaft partizipieren können. Die Rentengarantie in Deutschland verhindert zudem eine Kürzung der Renten bei der Rentenanpassung [BMAS] berichtet, dass ….

Ein zentrales Anliegen der Alterssicherungssysteme in Europa ist die Vermeidung von Altersarmut. Alle Länder verfügen über Systeme zur Einkommenssicherung für ältere Menschen, die darauf abzielen, Armut zu verhindern. Der demografische Wandel führt jedoch in vielen EU-Ländern zu Debatten über die Anhebung der Altersgrenzen, da dies eine Notwendigkeit darstellt, um die finanzielle Stabilität der Rentensysteme langfristig zu sichern. Diese unterschiedlichen Ansätze zu Rentenreformen werden häufig in politischen Debatten als Vorbilder zitiert, häufig jedoch ohne ausreichende Informationen über die jeweiligen Systeme [bpb] berichtet, dass ….

Zusammenfassend ist die Diskussion über das Renteneintrittsalter und die Sicherung der Altersversorgung ein wesentliches Thema in der heutigen Gesellschaft, das nicht nur individuelle Betroffenheit mit sich bringt, sondern auch weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Implikationen hat. Angesichts des demografischen Wandels und der Herausforderungen, denen sich die sozialen Sicherungssysteme gegenübersehen, bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Maßnahmen in den kommenden Jahren entwickeln werden.