Die Universität Regensburg (UR) und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) pflegen seit über 10 Jahren eine fruchtbare Partnerschaft im Rahmen des Global Teaching Labs (GTL)-Programms. Im Januar 2023 reisten MIT-Studierende nach Deutschland und wurden an der UR empfangen, um internationale Erfahrungen zu sammeln und ihre Fähigkeiten im Unterricht auszubauen. Diese Initiative ermöglicht es ausgewählten Studierenden des MIT, ihre Kenntnisse in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik (MINT) an ausländischen Schulen weiterzugeben.
Während des Programms, das vom 9. bis 28. Januar 2023 stattfand, unterrichteten die MIT-Studierenden am St. Marien-Gymnasium in Regensburg. Unter der Anleitung von Prof. Dr. Oliver Tepner und Dr. Victoria Telser führten die Studierenden insgesamt 25 Unterrichtsstunden durch, überwiegend im Fach Chemie. Der bilinguale Chemieunterricht bildete einen Teil ihrer Mission, wertvolle Erfahrungen für ihre zukünftigen wissenschaftlichen Karrieren zu sammeln.
Teilnehmende und Unterrichtseinheiten
Die teilnehmenden Studierenden des MIT setzten sich aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen:
- Vivian Hir (Biologie und Computer Science)
- Jia Huang (Chemie und Kognitionswissenschaften)
- Winona Liu (Biologie)
- Saachi Mody (Computer Science und Kognitionswissenschaften)
- Almira Nurlanova (Chemie)
- Mac Tiarawut (Chemie und Biologie)
Zusätzlich wurde die Zusammenarbeit mit Dr. Nadine Boele, einer Lehrerin für Chemie und Mathematik am St. Marien-Gymnasium, hervorgehoben. Die MIT-Studierenden gaben den Schülerinnen und Schülern nicht nur Einblicke in komplexe Themen, sondern auch in moderne Lehrmethoden, die in den USA angewendet werden.
Internationale Perspektiven und zukünftige Kooperationen
Das GTL-Programm, das jährlich mehrere hundert hochqualifizierte Studierende des MIT anzieht, wird durch eine umfassende Schulung in Unterrichtsmaterialien und Kommunikationstechniken unterstützt. Studierenden wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch wie man dieses effektiv weitergibt, was zu einem positiven Lernumfeld beiträgt. Die MIT-Studierenden profitieren von den Reise- und Unterrichtserfahrungen und können dabei ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern.
Einige Teilnehmer der aktuellen Gruppe planen bereits eine Rückkehr nach Regensburg, um im Sommer in verschiedenen Forschungsprojekten ein dreimonatiges Praktikum zu absolvieren. Dieses Engagement zeigt den nachhaltigen Einfluss des Programms auf die Studierenden und die hiesigen Bildungseinrichtungen.
Insgesamt sind die MISTI (MIT International Science and Technology Initiatives) und das GTL-Programm Teil eines größeren Trends, bei dem über 500 MIT-Studierende jährlich internationale Praktika und Forschungsgelegenheiten erhalten. Das GTL erlaubt es fast 150 Studierenden, während des Januar-Aktivitätszeitraums (IAP) in verschiedenen Ländern zu lehren, wobei die Schwerpunktsetzung auf praktischem und forschungsnahem Lernen liegt. Diese Initiativen gehen über Grenzen hinweg und fördern den Austausch und das Verständnis in einer zunehmend vernetzten Welt, was auch die globale Bildungslandschaft positiv beeinflusst. [uni-regensburg.de] berichtet, dass das GTL-Programm mittlerweile in mehrere Länder wie Deutschland, Italien, Israel, Korea und Mexiko expandiert ist und Teilnehmer eine einzigartige Gelegenheit erhalten, ihre Bildungserfahrungen und Perspektiven zu erweitern.
Durch die Kombination von akademischem Wissen und kulturellem Austausch fördert das GTL-Programm nicht nur die persönliche Entwicklung der Studierenden, sondern trägt auch zur Verbesserung der Lehrmethoden in verschiedenen Bildungssystemen weltweit bei. [openlearning.mit.edu] hebt hervor, dass solche Programme eine Schlüsselrolle in der Ausbildung der nächsten Generation von Wissenschaftlern und Ingenieuren spielen.