Am 10. Januar 2025 fand im Literaturhaus Leipzig die Buchpremiere von Wolfgang Büschers neuer Reiseerzählung „Der Weg. Eine Reise durch die Sahara“ statt. Die Veranstaltung, die als Veröffentlichungstag des Buches diente, zog zahlreiche Literaturinteressierte an. Unter den Gästen war auch der bekannte Leipziger Maler Neo Rauch, der alle acht Bücher von Büscher gelesen hat. Er erzählte, dass er das neue Werk während eines Urlaubs in der Toskana las.
Büscher, der 1998 sein erstes Buch im Alexander Fest Verlag veröffentlichte, folgte Fest zur dtv und kann auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken, die mit seinem im Jahr 2003 erschienen Buch „Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuß“ begann. Dieses Werk wurde hunderttausendfach verkauft und vielfach übersetzt. Seine weiteren Veröffentlichungen, darunter Reiseerzählungen durch Deutschland und seine hessische Heimat, sind ebenfalls auf großes Interesse gestoßen.
Die Reise durch die Sahara
In seiner neuen Erzählung beschreibt Büscher eine „doppelte Reise“ – sowohl persönlich als auch historisch. Er gelingt es, Landschaft, Geschichte und Kultur der algerischen Sahara gekonnt in seine Erzählungen zu integrieren. Die Reise endet am Haus des französischen Mönchs Charles de Foucauld, der in den Hoggar-Bergen ein Rückzugsort auf einem Hochplateau errichtete. Dieses Haus, wie Büscher beschreibt, besteht aus einem einzigen Raum und ist von einer unendlichen Landschaft aus gelben Bergen umgeben, die der Protagonist bei Tagesanbruch wahrnimmt. Nachts beobachtet er die Sterne, ein Bild, das Büscher inspiriert hat, dorthin zu reisen.
Die Leser erwartet eine tiefgehende Reflexion über die Wüste und die Einsamkeit, die durch Büschers intuitive Schreibweise lebendig wird. Während der Veranstaltung las er ausgewählte Passagen aus „Der Weg“ vor, die das Publikum in seinen Bann zogen.
Ein ganz besonderer Abend
Verleger Alexander Fest und dtv-Sachbuchchef Moritz Schuller begleiteten die Veranstaltung, die auch mit einem feierlichen Anstoßen mit koreanischem Reisschnaps endete. Das Zusammenkommen war nicht nur ein literarisches Highlight, sondern bot auch einen sozialen Rahmen, um den Austausch über Literatur und Kunst zu fördern.
Neben der Buchpremiere stehen im Literaturhaus Leipzig in kürze weitere Veranstaltungen an, darunter Lesungen mit Katja Lange-Müller am 14. Januar und Kjersti Anfinnsen am 22. Januar, die spannende Einblicke in aktuelle Werke versprechen. Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 7,- EUR, ermäßigt 5,- EUR. LVZ berichtet über die Veranstaltung, die von dtv unterstützt wird und von Leipzig-im organisiert wurde.