Die Inflation in Deutschland bleibt ein zentrales wirtschaftliches Thema im Jahr 2025. Wie remszeitung.de berichtet, lag die Teuerungsrate im Jahr 2024 bei 2,2 % im Jahresvergleich. Eine besonders hohe Rate wurde im Dezember 2024 verzeichnet, als die Inflation auf 2,6 % anstieg und zum dritten Mal in Folge stieg. Dies stellt die zweithöchste Teuerungsrate des Jahres dar. Die aktuellen Daten beruhen auf der Verbraucherpreisstatistik des Statistischen Bundesamtes, die bis November 2024 verfügbar ist.
Besonders betroffen von den Preissteigerungen sind verschiedene Lebensmittelprodukte. Butter etwa erfährt einen dramatischen Preisanstieg von 38,9 % im November 2024 im Vergleich zum Vorjahr. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Ein Rückgang der Milchproduktion, der Rückgang der Anzahl der Milchkühe, regnerisches Wetter sowie der Ausbruch der Blauzungenkrankheit haben dazu geführt. Auch der Preis für Orangensaft stieg um 17,9 %, was auf schlechte Ernten und knappe Vorräte zurückzuführen ist. Der Klimawandel wirkt sich verheerend auf die Produktion in wichtigen Anbauländern wie Brasilien, Italien und Spanien aus.
Detailreiche Preisanstiege und Rückgänge
Zusätzlich zu Butter und Orangensaft gab es auch signifikante Preisanstiege bei anderen Produkten:
- Schmalz: +14,5 %
- Olivenöl: +13,3 %
- Kürbisse: +12,5 %
- Weintrauben: +10,6 %
- Erdnüsse: +10,3 %
- Schokolade: +10,1 %
- Multivitaminsaft: +9,9 %
- Paprika: +9,6 %
Im Gegensatz dazu verzeichnen einige Produkte Preisnachlässe, wie etwa Zucker mit einem Rückgang von 23 % und Gurken mit 22 %.
Ausblick auf 2025 und Inflationsrisiken
Die Prognose für das Jahr 2025 deutet darauf hin, dass die Inflation möglicherweise oberhalb von 2 % bleibt, mit einer möglichen Annäherung an die 2 %-Marke, wie deutsche-wirtschafts-nachrichten.de anmerkt. Die Europäische Zentralbank strebt eine Teuerungsrate von 2 % an, um die Währung und Preise zu stabilisieren. Risiken, die in diesem Zusammenhang für eine höhere Inflation in Betracht gezogen werden, sind ein möglicher Handelskrieg mit den USA sowie Lohnforderungen in der Dienstleistungsbranche.
Die Entwicklung der Verbraucherpreise wird weiterhin genau beobachtet, insbesondere nachdem die Verbraucherpreise im Herbst 2024 erneut stiegen, nachdem es zuvor eine Phase der Entspannung gegeben hatte. Das Statistische Bundesamt hat für Dezember 2024 erste Zahlen veröffentlicht, die die Trends der Preisentwicklung weiter dokumentieren. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Unsicherheiten, die das Wirtschaftswachstum bremsen könnten, und bestätigen die Relevanz der Inflationsfrage für die kommenden Monate.
Eine umfassende Analyse zur Inflationsrate in Deutschland wurde auch vom DIW Berlin in der Gemeinschaftsdiagnose veröffentlicht. Diese betrachtet die Entwicklungen im Zeitraum von 2009 bis 2023 und gibt eine Prognose bis 2026 ab. Weitere Informationen sind über Statista zugänglich.