Am heutigen Tag, dem 8. März 2025, startet in Deutschland die Motorradsaison, und die Polizei Mittelfranken nutzt die Gelegenheit, um mit einer Warnung an Biker auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen. Ein aktuelles Raser-Video zeigt einen Motorradfahrer, der in einer 50er-Zone mit 145 km/h und in einer 70er-Zone mit bis zu 180 km/h unterwegs ist. Bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h beschleunigt der Fahrer sogar auf 191 km/h. Die Polizei appelliert in diesem Video eindringlich an Motorradfahrer, verantwortungsvoll zu fahren und ihre eigene Sicherheit sowie die der anderen Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Dieser Video-Clip ist Teil einer bayernweiten Kampagne zur Sensibilisierung für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit, die sich über die gesamte Saison erstreckt. Laut t-online.de wurde der gefilmte Fahrer, nach einer schnellen Verfolgung, angehalten und musste ein Bußgeld von 1415 Euro zahlen, zudem erhielt er ein dreimonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.
Die Verkehrsunfallstatistik des vergangenen Jahres belegt die Dringlichkeit dieser Warnungen. 2024 starben auf Bayerns Straßen 104 Motorradfahrer. Die häufigsten Unfallursachen sind überhöhte Geschwindigkeit und individuelle Fahrfehler. Um das Bewusstsein für diese Gefahren zu schärfen, hat die Polizei in Bayern auf verschiedene Maßnahmen gesetzt. So wurden im Vorfeld der Saison verstärkte Kontrollen angekündigt.
Statistiken zur Motorradsaison 2024
In Baden-Württemberg zeigte die Polizei in einer aktuellen Bilanz zur Motorradsaison 2024, dass 4.115 Motorradunfälle aufgetreten sind, was einen leichten Rückgang gegenüber 2023 darstellt, als noch 4.192 Unfälle registriert wurden. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden belief sich auf 3.351. Besonders besorgniserregend ist die Hauptunfallursache: Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit war bei fast 42 Prozent der Unfälle mit Personenschaden verantwortlich. Zudem trugen 63 Motorradunfälle mit tödlichem Ausgang zur alarmierenden Statistik bei, wobei die höchste Zahl an Getöteten im August mit 12 zu verzeichnen war. Laut baden-wuerttemberg.de gab es auch in diesem Jahr Kontrollen, aus denen 1.722 Motorradkontrollen und 16.930 überprüfte Motorräder resultierten, wobei 6.165 Verstöße, darunter 2.630 Geschwindigkeitsverstöße, festgestellt wurden.
Für mehr Sicherheit sorgen
Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl hat die Vision Zero – null Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr – als Ziel für die kommende Motorradsaison ausgegeben. Hierzu wird ein 5-Punkte-Plan zur Verbesserung der Motorradsicherheit fortgeführt. Dieser beinhaltet unter anderem eine Überwachungsoffensive zur Bekämpfung von Rasern und Motorradlärm sowie Präventionsveranstaltungen, um das Gefahrenbewusstsein zu schärfen.
Eine Untersuchung zur Motorradsicherheit des IFZ zeigt zudem, dass Motorradfahrer heutzutage zunehmend auf Sicherheitsaspekte achten. Über 60 Prozent haben das Potenzial elektronischer Fahrassistenzsysteme erkannt und glauben, dass diese die Unfallzahlen senken können. Viele Biker legen Wert auf vollständige Sicherheitsbekleidung und regelmäßige Checks ihres Fahrzeugs. Nach motorradonline.de fühlen sich rund 70 Prozent der Befragten sicherer mit Assistenzsystemen, was darauf hindeutet, dass die Motorradfahrer sich zunehmend der Verantwortung für ihre eigene Sicherheit bewusst sind.
Insgesamt bleibt die Verantwortung für Sicherheit in der Motorradsaison sowohl bei den Bikern selbst als auch bei den verantwortlichen Behörden, die zeichnen sich durch regelmäßigere Kontrollen und informative Präventionsarbeit aus. Der bewusste Umgang mit Geschwindigkeit und die Beachtung von Sicherheitsvorschriften sind entscheidend, um die Zahl der Verletzten und Toten im Straßenverkehr zu reduzieren.