Am Freitagabend, dem 7. März 2025, wurden in Pulheim zwei mutmaßliche Autoaufbrecher festgenommen. Zeugen bemerkten gegen 18:15 Uhr die beiden Männer, die sich verdächtig auf dem Gelände eines Kfz-Betriebes an der Sachsstraße verhielten und die Umgebung beobachteten. Aufgrund des verdächtigen Verhaltens wählten die Anwesenden den Notruf. Die Polizei rückte schnell mit einem Diensthund an, um die Situation zu klären. Laut KSTA waren die beiden Männer 37 und 40 Jahre alt.
Als die Polizeibeamten vor Ort eintrafen, fanden sie heraus, dass einer der Männer „Schmiere“ stand, während der andere an einem Fahrzeug nach Wertgegenständen suchte und zuvor die Seitenscheibe eingeschlagen hatte. Bei der Festnahme versuchte einer der Verdächtigen zu fliehen, wurde jedoch gestoppt und festgenommen. Der zweite Mann floh über ein Feld, konnte aber ebenfalls durch den Diensthund gestoppt werden, der ihn biss. Der verletzte Mann wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht, um die Bisswunde zu behandeln. Vor Ort stellte die Polizei zwei aufgebrochene Autos fest und fertigte Strafanzeigen gegen die Verdächtigen, die nach kriminalpolizeilichen Maßnahmen entlassen wurden. Die News.de berichtet, dass die Ermittlungen derzeit noch andauern.
Kriminalitätsentwicklung im Fokus
Der Vorfall in Pulheim steht im Kontext eines allgemeinen Anstiegs von Diebstahlsdelikten in Deutschland. Dies belegt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2023, die einen Anstieg der erfassten Straftaten um 5,5 % auf insgesamt 5.940.667 Fälle verzeichnet. Die Zahl der Diebstahlsdelikte ist im vergangenen Jahr um 10,7 % auf 1.971.435 Fälle gestiegen, was einen besorgniserregenden Trend darstellt. Laut BKA ist dies über dem Niveau von 2019.
Die Aufklärungsquote stieg 2023 auf 58,4 %, was einen leichten Fortschritt im Vergleich zu den Vorjahren darstellt. Kriminalitätsforscher stellen fest, dass mehrere Faktoren zu diesem Anstieg beigetragen haben, darunter eine erhöhte Mobilität nach dem Wegfall von Covid-19-Beschränkungen sowie soziale und wirtschaftliche Belastungen, die durch Inflation verursacht werden. Zudem wird eine hohe Zuwanderungsrate in Deutschland als ein möglicher Grund für die gestiegenen Kriminalitätszahlen angesehen.
Der Vorfall in Pulheim verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen die Polizei konfrontiert ist. Während die Ermittlungen zu den beiden Verdächtigen fortschreiten, bleibt die Frage, wie effektive Maßnahmen im Umgang mit steigenden Kriminalitätszahlen ergriffen werden können. Der Polizeihund, der einen der Täter stellte, zeigte dabei, wie wichtig tiergestützte Einheiten in der Präventions- und Aufklärungsarbeit sind.