Die Polizei Itzehoe sucht weiterhin nach der vermissten 16-jährigen Lisanne K. aus Meldorf, die seit Sonntag, dem 02. Februar 2025, verschwunden ist. Letztmalig wurde Lisanne K. in ihrer Wohngruppe gesehen, wo sie dabei war, persönliche Bekleidungsgegenstände einzupacken. Ein Rückkehr in die Wohngruppe fand jedoch nicht statt. Trotz bereits durchgeführter Suchmaßnahmen und Überprüfungen aller bekannten Anlaufadressen bleibt ihr Aufenthaltsort unbekannt, wie die Mopo berichtet.
Lisanne K. hat eine Größe von etwa 1,65 Metern und trägt schulterlange, blondierte Haare. Bei ihrem Verschwinden war sie mit einer schwarzen Daunenjacke, einer schwarzen Hose sowie schwarzen Turnschuhen bekleidet. Die Polizei appelliert an die Öffentlichkeit, Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort an die Kriminalpolizei in Heide unter der Telefonnummer (0481) 940 zu senden. Auch die Notrufnummer 110 sowie die sozialen Netzwerke der Landespolizei Schleswig-Holstein stehen zur Verfügung, um Meldungen entgegenzunehmen, wie Presseportal.de ergänzt.
Hintergrund der Vermisstenmeldungen
In Deutschland sind derzeit knapp unter 10.000 Personen als vermisst registriert, eine Zahl, die seit Jahren konstant bleibt. Täglich werden zwischen 200 und 300 neue Vermisstenmeldungen aufgegeben. Besonders auffällig ist, dass etwa die Hälfte der vermissten Personen Jugendliche und Kinder sind. Die Gründe für das Verschwinden sind vielschichtig, oft spielen emotionale oder soziale Probleme wie Liebeskummer und Schulschwierigkeiten eine Rolle.
Die Polizei ist hierbei für die Ermittlung und das Sammeln von Hinweisen zuständig. Besonders gefährdet gelten vermisste Kinder und Jugendliche, wenn sie ihre gewohnte Umgebung verlassen. Ein großer Teil der minderjährigen vermissten Personen sind unbegleitete Flüchtlinge. Nach der Meldung einer vermissten Person nimmt die Polizei sofort die relevanten Daten auf und bewertet die Situation, wie Salind GPS erklärt. Bei akuter Gefahr wird umgehend eine umfangreiche Suchaktion initiiert.
Die Suche nach Lisanne K. ist also Teil eines größeren Phänomens, das viele Familien in Deutschland betrifft. Es bleibt zu hoffen, dass die Polizei mit Unterstützung der Öffentlichkeit bald neue Hinweise erhält, um das Schicksal der Jugendlichen aufzuklären.