Am 5. März findet in der Gaststätte „Zum Hirsch“ in Göda der Politische Aschermittwoch statt, veranstaltet von „Aufbruch Deutschland“ unter der Leitung von André Poggenburg. Laut COMPACT, ist der Einlass ab 15:30 Uhr, gefolgt von einem Vorprogramm ab 17:30 Uhr und der Hauptveranstaltung, die um 18:00 Uhr beginnt. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro und eine Kartenreservierung ist unter der E-Mail-Adresse aufbruch20@fn.de möglich. Die Veranstaltung ist für ihre klaren und deutlichen Worte bekannt und wird von der FREIEN SACHSEN sowie dem COMPACT-Magazin als Medienpartner unterstützt.

André Poggenburg, der Landes- und Fraktionschef der AfD in Sachsen-Anhalt, ist nicht unbekannt für seine provokanten Äußerungen, die ihm bereits Abmahnungen des Parteivorstands eingebracht haben. So musste er sich in der Vergangenheit bereits gegen Vorwürfe wehren, als er in einer Rede Türken als „Kümmelhändler“ und „vaterlandsloses Gesindel“ bezeichnete. Diese Äußerungen führten zu einer Anzeige durch die Türkische Gemeinde in Deutschland wegen Volksverhetzung, wie Die Zeit berichtet. Poggenburg räumte später ein, dass seine Formulierungen „hart und grob“ waren, verteidigte jedoch die pointierte Art seiner Aussagen, die am Aschermittwoch traditionell erwartet werden.

Politischer Aschermittwoch und seine Bedeutung

Der Politische Aschermittwoch wird traditionell von vielen politischen Gruppierungen als Möglichkeit genutzt, scharfe Kritik zu üben und die eigene Position klar darzustellen. Die AfD hat sich dabei unter anderem durch rassistische und völkische Äußerungen hervorgetan. Wie in einer Veranstaltung in Osterhofen deutlich wurde, bleibt die Stimmung oft angespannt, wobei der Bierkonsum einen Einfluss auf das Publikum zu haben scheint. Der bayerische Vize-Landesvorsitzende Martin Böhm moderierte und hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor, die von einigen Akteuren als „größtes AfD-Geheimtreffen in Deutschland“ bezeichnet wird, wie taz berichtet.

Innerhalb der AfD gibt es jedoch auch Stimmen, die sich kritisch zu Poggenburgs Äußerungen äußern. Bundeschef Jörg Meuthen und Vorstandsmitglied Steffen Königer haben ihre Bedenken zur Sprache gebracht. Zudem wurde ein Prüfverfahren gegen Poggenburg von der Staatsanwaltschaft Dresden eingeleitet, was die drohenden Konsequenzen seiner Äußerungen unterstreicht. Bei weiteren derartigen Vorfällen könnte ein Parteiausschlussverfahren folgen, insbesondere wenn das Ansehen der AfD gefährdet wird.

Insgesamt zeigt sich, dass der Politische Aschermittwoch nicht nur eine Plattform für politische Äußerungen ist, sondern auch ein Brennpunkt für Kontroversen und Auseinandersetzungen innerhalb der Partei sowie gegenüber der Gesellschaft darstellt. Die kommenden Veranstaltungen dürften also mit Spannung verfolgt werden, während die AfD weiterhin im Fokus der Beobachtungen steht.