Norwegen ist ein bekanntes Ziel für Reisende, die die zauberhaften Polarlichter erleben möchten. Jedes Frühjahr begeben sich viele Deutsche in das eisige und schneereiche Nordeuropa, um dieses Naturphänomen zu beobachten. Der Autor eines Artikels von derwesten.de schildert seine Erfahrungen während einer Kreuzfahrt mit der „Mein Schiff 3“ Anfang März, die speziell zur Beobachtung der Polarlichter organisiert wurde.
Eine unvergessliche Nacht auf See begann kurz nach Mitternacht, als das Schiff eine Durchsage machte, dass die Polarlichter sichtbar seien. Hunderte Passagiere strömten aus ihren Kabinen, um auf das Hauptdeck zu gelangen. Die Aufzüge waren überfüllt, sodass viele Gäste den Weg zu Fuß zurücklegten. Über der Stadt Tromsø konnten die Polarlichter zunächst schwach, aber später in voller Pracht mit verschiedenen Grüntönen bestaunt werden, was den Passagieren genügend Zeit gab, Fotos von diesem Naturschauspiel zu machen.
Wie entstehen Polarlichter?
Doch was sind Polarlichter eigentlich und wie entstehen sie? Die spektakulären Lichter, auch bekannt als Aurora Borealis, treten auf, wenn der Sonnenwind geladenen Teilchen in die Erdatmosphäre begegnet. Diese Teilchen treffen auf Atomkerne in unterschiedlichen Höhen, was die charakteristischen Farbtöne erzeugt, wie der Physikerinnen-Portal beschreibt. Die häufigste Farbe, ein kräftiges Grün, entsteht durch Sauerstoffatome in etwa 100 km Höhe. Rottöne entstehen durch Sauerstoffatome in höheren Lagen, während Blau- und Violetttöne mit Stickstoffmolekülen in variablen Höhen assoziiert werden.
Die besten Monate zur Sichtung der Polarlichter sind die Monate zwischen September und April, wobei spezielle Spitzen von November bis Januar auftreten. Geomagnetische Stürme können zusätzlich die Sichtbarkeit erhöhen und sogar Polarlichter bis in Regionen wie Deutschland bringen, besonders bei hohen KP-Index-Werten, die geomagnetische Aktivität messen.
Polarlicht-Reiseziele in Norwegen
Norwegen ist bekannt für seine erstklassigen Möglichkeiten zur Polarlichtbeobachtung. Wichtige Städte bieten spezielle Spots, die optimale Bedingungen für die Sichtung dieser Lichter bieten. Laut sonnen-sturm.info sind die besten Monate zur Sichtung der Polarlichter in Norwegen Januar, Februar, März, September, Oktober, November und Dezember. Zudem gibt es aktuelle Vorhersagen und Live-Karten zur geomagnetischen Aktivität, die Reisenden helfen, den perfekten Zeitpunkt für ihre Polarlicht-Tour zu finden.
Für Polarlicht-Fans ist Norwegen somit eine faszinierende Wahl. Die Kombination aus optimalen Wetterbedingungen und der beeindruckenden Kulisse der nordeuropäischen Landschaft macht das Erlebnis unvergesslich. In den schneereichen Nächten sind die Polarlichter nicht nur ein wissenschaftliches Phänomen, sondern auch ein kulturelles Highlight, das Reisende aus aller Welt anzieht.