Yemisi Ogunleye hat bei den Hallen-Europameisterschaften in Apeldoorn Silber im Kugelstoßen gewonnen. Mit einer besten Weite von 19,56 Metern musste sie sich lediglich der niederländischen Siegerin Jessica Schilder geschlagen geben, die mit 20,69 Metern die Weltjahresbestleistung erzielte. Dies markiert die vierte Medaille für Deutschland bei diesen Meisterschaften, jedoch ohne Gold.

Ebenfalls erfolgreich war Malaika Mihambo, die im Weitsprung mit 6,88 Metern im letzten Versuch Bronze sicherte. Mihambo äußerte, dass sie den Wettkampf unter ihrem Potenzial absolvierte, jedoch glücklich mit der Medaille sei. Mikaelle Assani, eine Teamkollegin von Mihambo, musste hingegen nach einem Sturz beim Anlauf aufgrund einer muskulären Verletzung im linken Oberschenkelbeuger aufgeben und belegte mit 6,32 Metern den achten Platz.

Weitere Erfolge für das deutsche Team

Im Dreisprung gewann Max Heß Silber mit einer Weite von 17,43 Metern, wobei er seine eigene Weltjahresbestleistung aus dem ersten Versuch übertraf. Der italienische Athlet Andy Díaz Hernández krönte den Wettkampf mit 17,71 Metern und sicherte sich den Titel. Andrea Dallavalle, ebenfalls aus Italien, kam mit 17,19 Metern auf den dritten Platz.

Besonders bemerkenswert ist der neue deutsche Rekord, den Till Steinforth im Siebenkampf aufstellte. Mit 6.388 Punkten übertraf er die vorherige Hallen-Bestmarke von Leo Neugebauer um 41 Punkte und sicherte sich damit Bronze, nachdem er im 1.000-Meter-Lauf einen knappen Vorsprung auf Johannes Erm aus Estland verteidigte. Sander Skotheim aus Norwegen gewann den Titel im Siebenkampf, während Simon Ehammer aus der Schweiz den zweiten Platz belegte.

Kugelstoßen und Ausgangssituation

Yemisi Ogunleye hatte sich durch ihre Qualifikation bei den deutschen Hallenmeisterschaften, wo sie eine persönliche Bestleistung von 20,27 Metern erzielte, für das Finale qualifiziert. Im Wettkampf zeigte sie sich vor allem im ersten Versuch stark, während die beste Leistung von Jessica Schilder die Erwartungen übertroffen hat. Diese Hallenmeisterschaften sind ein wichtiger Teil des Wettkampfkalenders der Leichtathletik, die von der European Athletic Association (EAA) organisiert werden, und dienen der Ermittlung der Europameister in verschiedenen Disziplinen.

Die Leichtathletik-Europameisterschaften bestehen seit den 1930er Jahren und werden alle zwei Jahre ausgetragen, wobei sie in einem Olympiajahr stattfinden. Das Programm umfasst 42 Disziplinen und stellt ein bedeutendes Ereignis im internationalen Sportkalender dar.