Die Volleyballer des Oelsnitzer VSV haben nach drei Jahren Zugehörigkeit in der 3. Liga Rückschläge hinnehmen müssen. Im entscheidenden Heimspiel gegen TSV Grafing II verlor das Team mit 1:3 (23:25, 21:25, 25:20, 22:25) und kann somit den Klassenerhalt nicht mehr aus eigener Kraft sichern. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt sieben Punkte, während den Oelsnitzern noch zwei ausstehende Spiele verbleiben, um möglicherweise doch noch ein Wunder zu vollbringen. Trotz dieser negativen Entwicklung feierten rund 250 Fans das Team und deren leidenschaftlichen Einsatz.
Die Situation des TSV Grafing II gestaltet sich hingegen deutlich positiver. Das Team hat in den letzten Wochen einen Aufwärtstrend gezeigt, vor allem durch den Gewinn des Relegationsturniers in München, wodurch der Klassenerhalt in der Regionalliga Südost gesichert werden konnte. Diese Erfolge sind auch auf den Trainer Heiko Roth zurückzuführen, der das Team nach dem Aufstieg übernahm. Im Finale des Turniers besiegte Grafing II MTV München II in einem spannenden Match, das mit 3:2 für Grafing endete (25:19, 17:25, 23:25, 25:20, 15:13).
Der Weg des TSV Grafing II zur Rettung
Für Grafing II war das Relegationsturnier ein nerve-kitzelndes Event. Nachdem sie im ersten Spiel gegen TSV Friedberg II mit 3:1 gewonnen hatten, mussten sie sich im entscheidenden Match gegen MTV München II durchsetzen. Diese spannenden Spiele wurden durch die Unterstützung von etwa 40 Fans und Aktiven im MTV-Dome begleitet. Der Wechsel von Daniel Vogt für den verletzten Harry Kaupa stellte sich als strategisch klug heraus und brachte frischen Wind ins Spiel.
Für die Spieler des TSV Grafing II, darunter Namen wie Andreas Bachmann und Thomas Peschke, wird die Rückkehr zur Normalität mit der geplanten gemeinsamen Grillfeier mit der ersten Mannschaft noch ein weiteres Zeichen der Verbundenheit darstellen.
Volleyball in Deutschland im Aufwind
Der Volleyballsport hat grundsätzlich in Deutschland an Beliebtheit gewonnen. Statistiken zeigen, dass der Deutsche Volleyball-Verband Ende 2024 rund 436.000 Mitglieder zählt, ein Zuwachs von 26.228 neuen Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr. Dies steht im Einklang mit der allgemeinen Tendenz, dass sich in der gesamten Gesellschaft ein wachsendes Interesse an Volleyball sowohl im Freizeit- als auch im Leistungssport entwickelt hat.
Im Jahr 2024 gab es in Deutschland 8.108 Volleyballvereine, und die deutsche Bundesliga der Männer verzeichnete durchschnittlich 1.458 Zuschauer pro Spiel. Darüber hinaus haben deutsche Mannschaften, insbesondere im Beach-Volleyball, bei internationalen Wettbewerben beachtliche Erfolge erzielt.
Obwohl Oelsnitz nach der aktuellen Niederlage vor einer schweren Entscheidung steht, bleibt die Hoffnung auf eine Rückkehr stark, insbesondere in einem Umfeld, das sich zunehmend für diese dynamische Sportart begeistert.