Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat bereits seine Stimme für die bevorstehende Bundestagswahl abgegeben, die am 23. Februar 2025 stattfinden wird. Wüst, der im Bürgerbüro seiner Heimatstadt Rhede im Münsterland wählte, entschied sich bewusst gegen eine Stimmabgabe am Wahltag sowie gegen die klassische Briefwahl. Dies geschah im Hinblick auf die kurze Zeitspanne der Briefwahl bei der vorgezogenen Neuwahl, die aufgrund des Verlusts der Regierungskoalition und einer politischen Pattsituation nötig wurde, wie briefwahl-beantragen.de klarstellt.
Landeswahlleiterin Monika Wißmann empfiehlt, die Briefwahl vor Ort, auch als Direktwahl bekannt, zu nutzen, um Postlaufzeiten und mögliche Verzögerungen zu vermeiden. Um die Briefwahlunterlagen in den lokalen Wahltämen zu erhalten, müssen Wähler ihre Wahlbenachrichtigung und ihren Personalausweis mitbringen. Dies ermöglicht eine direkte Stimmabgabe in einer Wahlkabine vor Ort.
Kurzer Zeitraum für die Briefwahl
Der Zeitraum für die Beantragung der Briefwahl ist im Vergleich zu früheren Wahlen verkürzt, was Wähler dazu anregt, rechtzeitig zu handeln. Der Antrag auf Briefwahl kann ab dem 10. Februar 2025 in vielen Gemeinden persönlich, schriftlich, per E-Mail oder Telefax beim zuständigen Wahlamt gestellt werden; Telefonanfragen sind nicht zulässig. Die Frist für den Antrag endet am 21. Februar 2025 um 15:00 Uhr. In Ausnahmefällen können auch Anträge bis zum Wahltag um 18:00 Uhr angenommen werden, sofern dies direkt bei der Wahldienststelle erfolgt.
Die Wahlbenachrichtigungen sind bereits bei rund 12,6 Millionen Wahlberechtigten in Nordrhein-Westfalen eingegangen. Bürger, die keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, sollten sich bis spätestens 7. Februar 2025 an ihre Gemeindeverwaltung wenden. Für den Fall einer verspäteten Beantragung können Wähler direkt vor Ort in der Wahldienststelle ihre Stimme abgeben.
Briefwahl und ihre Bedeutung
Experten erwarten, dass die Briefwahl bei der Bundestagswahl 2025 eine bedeutsame Rolle spielen wird. Bei früheren Wahlen gab es bereits einen Anstieg der Nutzung, wodurch zahlreiche Wahlberechtigte die Möglichkeit haben, ohne Angabe von Gründen per Briefwahl abzustimmen. Der Wahlbrief, der den Wahlschein, Stimmzettel und ein Merkblatt mit Hinweisen zur Wahl enthält, muss rechtzeitig an die Gemeinde zurückgesendet werden; verspätete Wahlbriefe werden nicht akzeptiert.
Insgesamt treten 53 Parteien und politische Vereinigungen zur Bundestagswahl an, darunter die im Bundestag und mindestens einem Landesparlament vertretenen Parteien wie SPD, GRÜNE, CDU, DIE LINKE, CSU, FDP, AfD sowie andere. Weitere Informationen und Details zur Wahl und den entsprechenden Abläufen finden Wähler auf den Webseiten der Gemeinden sowie der Landeswahlleiterin, unter anderem auf land.nrw und ksta.de.