In Bergisch Gladbach kam es am Freitagabend zu einem schwerwiegenden Vorfall während einer Wohnungsdurchsuchung, die der Bekämpfung von Kinderpornografie dienen sollte. Ein 30-jähriger Mann wurde von der Polizei angeschossen und erlitt dabei schwere Verletzungen. Der Verdächtige steht im Verdacht, im Darknet kinderpornografische Videodateien hochgeladen zu haben. Dies berichtet t-online.de.
Bei dem Einsatz waren Spezialeinsatzkräfte beteiligt. Der Vorfall ereignete sich, nachdem der Verdächtige die Einsatzkräfte angegriffen hatte, was zur Verletzung von zwei Polizisten führte. Beide Beamte sowie der Verdächtige mussten nach dem Vorfall ins Krankenhaus gebracht werden, während das Ermittlungsverfahren von der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen bei der Kölner Staatsanwaltschaft geführt wird.
Anzahl der Schüsse unklar
Der genaue Ablauf des Geschehens ist noch nicht abschließend geklärt. Unklar ist, wie viele Schüsse abgegeben wurden und ob ein oder mehrere Polizisten geschossen haben. Laut tag24.de ist es für die Ermittler von Bedeutung, die Umstände dieses Einsatzes genau zu prüfen, insbesondere, da der Verdächtige, der schwere Verletzungen davontrug, eine klare Gefahr darstellte.
Der Vorfall wirft erneut Fragen über die Gefahren und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte im Internet auf. Häufig scheuen Betroffene sich, Unterstützung zu suchen, da sie sich in einer belastenden und isolierenden Situation befinden. Initiativen wie das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) bieten Ressourcen und Unterstützung für betroffene Familien an und zeigen, dass es Hilfe gibt.
Die Polizei plant, am Montag weitere Informationen zu dem Vorfall zu veröffentlichen, um die Öffentlichkeit über den Stand der Ermittlungen zu informieren und mögliche Fragen zu klären.