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Blutzuckerwert: Studie zeigt Einfluss der inneren Uhr

Neue Erkenntnisse zur optimalen Essenszeit laut Forschungsstudie

Nach Angaben von Paderborner Forscherinnen hängt der Blutzuckerwert von der „inneren Uhr“ ab. Unterschiedliche Chronotypen wie „Lerchen“ und „Eulen“ haben unterschiedliche zirkadiane Rhythmen. Lerchen stehen früh auf und essen früher, während Eulen biologisch bedingt länger schlafen und später essen. Die Wissenschaftlerinnen haben untersucht, wie sich diese Essgewohnheiten auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Die Ergebnisse der Studie wurden im „European Journal of Nutrition“ veröffentlicht.

Die Forscherinnen stellten fest, dass Menschen mit einem frühen Chronotyp eine höhere Glukoseantwort auf abendliche Mahlzeiten zeigten, während Studierende mit einem späten Chronotyp eine ähnlich hohe Glukoseantwort morgens wie abends hatten. Insbesondere für die Eulen war ein sehr frühes Frühstück kritisch, wenn es viele ungünstige Kohlenhydrate enthielt. Daher sollten Eulen sowohl abends als auch morgens auf die Qualität der Kohlenhydrate achten und ihr Frühstück lieber später einnehmen.

Die Studie „Chronotype and Nutrition“ (ChroNu-Studie) an der Universität Paderborn ergab, dass ein spätes Abendessen nachteilig für die Glukoseantwort ist, unabhängig vom Chronotyp. Die Forschung ist Teil einer Kooperation mit der Universität Bonn und dem Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf, finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Professorin Dr. Anette Buyken leitet das Team und ist verantwortlich für die Arbeitsgruppe „Public Health Nutrition“ am Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit der Universität Paderborn.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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