Oberhausen

Razzia gegen Schleuser: Fortsetzung in NRW mit Schwerpunkt Düren

Ermittlungen gegen Schleuserbande in NRW: Was steckt hinter der internationalen Operation?

Die Razzia gegen Schleuser, die am Mittwoch in mehreren Bundesländern stattfand, wurde auch in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Etwa 600 Beamte von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft waren seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um insgesamt 116 Objekte zu durchsuchen, hauptsächlich Wohnungen. Bei dem Einsatz stand die Sicherstellung von Beweismaterial und die Feststellung von mutmaßlich geschleusten Personen im Fokus.

Die durchsuchten Wohnungen befanden sich in Städten wie Bergheim, Bonn, Düren, Düsseldorf, Frechen, Hürtgenwald, Inden, Jülich, Kerpen, Köln, Kaarst, Linnich, Meerbusch, Merzenich, Mülheim an der Ruhr, Ratingen, Solingen und Swisttal, wobei ein deutlicher Schwerpunkt im Raum Düren lag. Am Mittwoch wurde in Düren bereits ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung verhaftet.

Bei der Razzia am Mittwoch wurde eine international agierende Schleuserbande aufgedeckt, die sich vor allem auf wohlhabende Menschen aus China und Oman spezialisiert hatte. Über 100 Objekte wurden durchsucht und zehn Verdächtige verhaftet. Die Kosten für die Vermittlung einer Aufenthaltserlaubnis beliefen sich im Einzelfall auf bis zu 360.000 Euro. Hauptverdächtige sind zwei Rechtsanwälte im Alter von 42 und 46 Jahren aus dem Raum Köln, denen banden- und gewerbsmäßiges Schleusen von Ausländern sowie Bestechung und Bestechlichkeit vorgeworfen wird. Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren drohen den Tätern.

Die Verdächtigen sollen finanzkräftige Ausländer aus Ländern wie Südafrika und Indien über ein spezielles „Residenz-Programm“ im Internet angeworben haben. Dort wurden nicht nur das Gesundheitssystem und Bildungsmöglichkeiten in Deutschland beworben, sondern auch die Aussicht auf die deutsche Staatsbürgerschaft. Es wird davon ausgegangen, dass die Verdächtigen Sonderregeln des Aufenthaltsgesetzes für Selbstständige und Fachkräfte ausgenutzt haben.

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