Münster

Neuer Bischof für Straßburg: Delannoy übernimmt schwieriges Erbe

Neuer Bischof in Straßburg: Die Herausforderungen einer religiös gebeutelten Metropole

Der designierte Bischof des Erzbistums Straßburg, Pascal Delannoy, tritt sein Amt in einer turbulenten Zeit an. Die Metropole im Elsass, geprägt von religiösen Konflikten und dem Islamismus, erlebte den Rücktritt seines Vorgängers, Erzbischof Luc Ravel, nach monatelangen Streitigkeiten. Kritik an Ravel bezog sich auf autoritäres Verhalten und Spannungen innerhalb der Diözese.

Delannoy, ehemaliger Bischof von Saint-Denis, wird mit einer herausfordernden Situation konfrontiert sein. In Straßburg muss er ein Amt übernehmen, das von finanzieller Stabilität und einem reichen Erbe geprägt ist. Die Trennung von Staat und Kirche im Elsass und Lothringen bedeutet, dass der französische Staat die Gehälter der Geistlichen finanziert.

Als Wirtschaftsprüfer und erfahrener Bischof bringt Delannoy ein starkes Engagement für Solidarität und Diakonie mit. Sein Fokus auf kulturelle Vielfalt und die Bedeutung der Jugend für die Kirche spiegeln seine modernen Ansichten wider. Trotz der finanziellen Ressourcen und der Vielzahl von Geistlichen wird Delannoy vor der Herausforderung stehen, Entscheidungen zu treffen und Autorität auszuüben.

Mit seinem Motto „Mit Demut und Zuversicht“ und umfangreichen Erfahrungen in pastoraler Arbeit, scheint Delannoy sowohl für die finanziellen als auch spirituellen Herausforderungen des Erzbistums Straßburg gut gerüstet zu sein. Seine Fähigkeiten des Zuhörens, Verstehens und der Besonnenheit könnten entscheidend sein, um die Vertrauenskrise in Straßburg zu überwinden und die Gemeinschaft zu stärken.

Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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